MKU eröffnet Militärwerk in Marokko
Der indische Konzern MKU hat die Eröffnung eines Produktionswerks in Marokko angekündigt. Das Werk soll sich auf die Herstellung von Nachtsichtsystemen und einer breiten Palette militärischer Ausrüstung spezialisieren und unterstreicht damit die verstärkte Verteidigungskooperation zwischen den beiden Ländern.
Der indische Botschafter in Rabat bestätigte dies und betonte, dass das Projekt auf einer bereits bestehenden Dynamik aufbaut. Seit rund vier Jahren nutzen einige Einheiten der Königlichen Streitkräfte MKU-Helme, was die stabile operative Zusammenarbeit zwischen indischen Unternehmen und dem marokkanischen Verteidigungssektor belegt.
Diese Ankündigung folgt auf die Eröffnung des Werks der Tata Group für das gepanzerte Fahrzeug WhAP 8×8 und verdeutlicht die Expansion der indischen Verteidigungsindustrie in Marokko.
Das in Kanpur gegründete Unternehmen MKU hat sich als einer der weltweit führenden Hersteller von ballistischem Schutz und elektronisch-optischen Geräten etabliert und exportiert in über 100 Länder. Das Angebot umfasst Helme und kugelsichere Westen, Schutzplatten, Tragesysteme sowie Nachtsichtgeräte und -visiere und Wärmebildkameras für Infanterie- und Spezialeinheiten in anspruchsvollem Gelände.
Das marokkanische Projekt geht über die reine Montage hinaus: Es beinhaltet die lokale Fertigung von Nachtsichtsystemen. Dadurch kann das Königreich seine Lieferkette stärken, Lieferzeiten verkürzen und direkt von technischer Unterstützung profitieren. Die Einrichtung dieser Produktionsstätte fördert zudem den Technologietransfer, den Aufbau von Wartungsstrukturen und die umfassende Überwachung des gesamten Lebenszyklus der Ausrüstung. Dies stärkt die Einsatzbereitschaft und strategische Autonomie der Königlichen Streitkräfte.
Aus industrieller und wirtschaftlicher Sicht steht diese Initiative im Einklang mit Marokkos Strategie, ein integriertes nationales Verteidigungsökosystem zu entwickeln, das lokale Kompetenzen fördert, qualifizierte Arbeitsplätze schafft und sich in internationale Wertschöpfungsketten integriert. Marokko positioniert sich damit als Industrie- und Logistikplattform für Afrika und deckt den wachsenden Bedarf der afrikanischen Streitkräfte. Für die Marokkanische Verteidigungsindustrie (MKU) stärkt diese neue Einrichtung die Fähigkeit, afrikanische Kunden zu bedienen, während Rabat seine strategischen Partnerschaften diversifiziert und die Süd-Süd-Kooperation mit Indien, einem Land mit rasantem Wachstum im Verteidigungssektor, vertieft.
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