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Washington schließt Gewaltanwendung in Grönland aus

Friday 22 - 15:00
Washington schließt Gewaltanwendung in Grönland aus

US-Präsident Donald Trump hat die Idee einer gewaltsamen Übernahme Grönlands verworfen, erklärte der US-Botschafter in Dänemark, Kenneth Howery, in einem Interview mit dem grönländischen Radiosender KNR. Der Diplomat betonte, dass die Zukunft der autonomen Insel von ihren Bewohnern selbst bestimmt werden müsse.

„Der Präsident zieht den Einsatz von Gewalt nicht mehr in Betracht. Die Zukunft Grönlands muss von den Grönländern selbst bestimmt werden“, erklärte er und versuchte damit, die durch Donald Trumps vorherige Äußerungen zu diesem strategisch wichtigen Arktisgebiet entstandenen Spannungen zu entschärfen.

Kenneth Howery zeigte sich optimistisch hinsichtlich der Arbeit einer Denkfabrik, die mit der Suche nach einer Lösung beauftragt ist, welche die Sicherheitsbedenken der USA mit den Interessen Grönlands und Dänemarks in Einklang bringt. Er ist überzeugt, dass jeder tragfähige Ansatz auch neue wirtschaftliche Perspektiven für die lokale Bevölkerung eröffnen muss.

Der Diplomat ging auch auf die Absage des grönländischen Ministerpräsidenten Jens-Frederik Nielsen ein, der einer Feier zur Einweihung der neuen US-Botschaft in Nuuk ferngeblieben war. Nielsen begründete seine Abwesenheit mit einem vollen Terminkalender.

Bei der Veranstaltung lobte der US-Botschafter die Widerstandsfähigkeit der grönländischen Gesellschaft und betonte die beständigen Beziehungen zwischen den beiden Ländern. „Wir werden immer Nachbarn bleiben und Ihnen als Verbündete und Partner zur Seite stehen, welchen Weg Sie auch immer einschlagen mögen“, erklärte er.

Grönland, ein autonomes Gebiet innerhalb des Königreichs Dänemark, steht aufgrund seiner strategischen Lage in der Arktis und seiner Bodenschätze weiterhin im Zentrum geopolitischer Rivalitäten. Sowohl die dänischen als auch die grönländischen Behörden haben wiederholt ihr Bekenntnis zur Souveränität des Gebiets bekräftigt und jegliche Annexion abgelehnt.


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