Nestlé ruft weltweit Säuglingsnahrung wegen möglicher Lebensmittelvergiftung zurück
Nestlé hat einen internationalen Rückruf bestimmter Säuglingsnahrungen gestartet, nachdem Bedenken aufgekommen waren, dass diese ein Toxin enthalten könnten, das Lebensmittelvergiftungen auslösen kann. Der Schweizer Lebensmittel- und Getränkekonzern identifizierte bestimmte Chargen seiner SMA-Säuglingsnahrung und Folgenahrungen als potenziell gesundheitsschädlich für Säuglinge.
Die zurückgerufenen Produkte wurden in zahlreichen Ländern verkauft, darunter Frankreich, Deutschland, Österreich, Dänemark, Italien und Schweden. Nestlé bestätigte, dass bisher keine Krankheitsfälle im Zusammenhang mit den betroffenen Chargen gemeldet wurden, erklärte aber, der Rückruf erfolge „aus reiner Vorsicht“, um die Sicherheit von Säuglingen zu gewährleisten. Das Unternehmen betonte, dass alle anderen Produkte und nicht betroffenen Chargen weiterhin unbedenklich zum Verzehr geeignet seien.
Behörden warnten davor, dass die Säuglingsnahrungen Cereulid enthalten könnten, ein Toxin, das vom Bakterium Bacillus cereus produziert wird. Cereulid kann schnell auftretende Symptome wie Erbrechen und Magenkrämpfe verursachen und ist hitzebeständig, d. h. es kann weder durch Kochen noch während der Zubereitung der Säuglingsnahrung zerstört werden.
Nestlé hat sich für die entstandenen Unannehmlichkeiten bei Eltern und Betreuungspersonen entschuldigt und zugesichert, dass die betroffenen Produkte erstattet werden. Das Unternehmen konnte die Verunreinigung auf eine Zutat eines seiner Lieferanten zurückführen. In Frankreich betrifft der Rückruf die Säuglingsnahrungen Guigoz und Nidal, in Deutschland die Marken Beba und Alfamino. Die Chargennummern der betroffenen Produkte sind auf den nationalen Websites von Nestlé und den Lebensmittelbehörden veröffentlicht, sodass Verbraucher überprüfen können, ob sie ein zurückgerufenes Produkt gekauft haben.
Die britische Lebensmittelbehörde (Food Standards Agency, FSA) riet Eltern und Erziehungsberechtigten dringend davon ab, Säuglingen und Kleinkindern die betroffenen Produkte zu geben. Jane Rawling, Leiterin der Abteilung für Vorfälle bei der FSA, betonte die umgehend eingeleiteten Maßnahmen zur Entfernung der Produkte aus dem Handel und empfahl Betreuungspersonen, sich an medizinisches Fachpersonal zu wenden, falls sie Bedenken hinsichtlich der Gesundheit von Kindern haben, die die Produkte möglicherweise konsumiert haben.
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