Pedro Sánchez fordert angesichts zunehmender globaler Spannungen eine gemeinsame EU-Armee
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez rief die Europäische Union dazu auf, die Aufstellung einer gemeinsamen Armee voranzutreiben. Er betonte, der Staatenbund müsse seine Verteidigungsfähigkeiten stärken und eine entscheidendere Rolle auf der Weltbühne einnehmen.
Auf einem Gipfeltreffen in Barcelona erklärte Sánchez, Europa müsse angesichts wachsender geopolitischer Herausforderungen mit größerer Einigkeit und mehr Ehrgeiz handeln. Er unterstrich die Notwendigkeit kollektiver Verteidigungsmechanismen.
Sánchez äußerte sich vor dem Hintergrund der anhaltenden Spannungen zwischen den USA und der NATO. Die regionalen Spannungen haben sich verschärft, seit die USA und Israel am 28. Februar eine gemeinsame Offensive gegen den Iran starteten, bei der mehr als 3.000 Menschen, darunter der damalige Oberste Führer Ali Khamenei, getötet wurden. Teheran reagierte mit Drohnen- und Raketenangriffen auf Israel sowie auf Jordanien, den Irak und Golfstaaten, in denen US-Militärstützpunkte stationiert sind. Der Iran hat zudem die Schifffahrt durch die Straße von Hormus eingeschränkt.
Sánchez argumentierte, dass der Aufbau einer stärkeren europäischen Verteidigungsstruktur, einschließlich der Möglichkeit einer gemeinsamen Armee, unerlässlich sei, um die Sicherheit und den Einfluss des Kontinents in internationalen Angelegenheiten zu gewährleisten.
Gleichzeitig betonte Sánchez, dass sich Europas Rolle nicht auf militärische Stärke beschränken dürfe. Die EU müsse auch „moralisch“ führen und zu globaler Stabilität und nachhaltiger Entwicklung beitragen, während sie gleichzeitig internationale Krisen bewältige.
Am Beispiel Spaniens hob Sánchez die Wirtschaftsleistung, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Umweltpolitik des Landes hervor. Er merkte an, dass fast 60 % des spanischen Stroms aus erneuerbaren Energien stammen, was dazu beitrage, das Land vor Energiepreisschwankungen im Zusammenhang mit den Spannungen im Nahen Osten zu schützen.
Der spanische Präsident forderte die EU außerdem auf, in globalen Fragen klarere Positionen zu beziehen und unter anderem ihr Kooperationsabkommen mit Israel aufgrund dessen Verstößen gegen das Völkerrecht zu überprüfen.
Sánchez bekräftigte, dass die europäischen Bürger von Brüssel eine proaktivere Führung erwarten, insbesondere bei der Bewältigung globaler Konflikte und Sicherheitsrisiken.
-
17:30
-
16:44
-
16:00
-
15:40
-
15:15
-
14:30
-
13:45
-
13:00
-
12:15
-
11:30
-
10:45
-
10:00
-
09:15
-
08:30
-
08:06