Uganda und der IWF setzen Gespräche über ein neues Finanzierungsprogramm fort
Uganda wird die Gespräche mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über ein neues Finanzierungsprogramm wieder aufnehmen, da das ostafrikanische Land bestrebt ist, seine wirtschaftlichen Aussichten zu stärken und einen neuen Rahmen für die Zusammenarbeit mit dem internationalen Geldgeber zu sichern.
Sebastian Walker, der ansässige Vertreter des IWF in Uganda, sagte, dass eine Delegation des IWF im September ins Land reisen werde, um die Verhandlungen fortzusetzen. Obwohl frühere Gespräche als konstruktiv beschrieben wurden, sind weitere Fortschritte erforderlich, bevor eine Einigung erzielt werden kann.
Die ugandischen Behörden streben seit dem Ende des vorherigen, vom IWF unterstützten Programms im Jahr 2024 eine neue Vereinbarung an. Seitdem laufen die Verhandlungen, die jedoch noch keine endgültige Einigung hervorgebracht haben.
Die erneuten Gespräche kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Ugandas Wirtschaft sowohl Wachstumschancen als auch inflationsbedingten Druck erlebt. Die Zentralbank des Landes hat kürzlich den Leitzins bei 9,75 % für die achte Sitzung in Folge unverändert gelassen und erklärt, dass höhere Ölpreise bisher keinen breiten inflationsbedingten Druck erzeugt hätten.
Dennoch stieg die jährliche Gesamtinflation im Juli auf 4 % von 3,7 % im Juni. Entwicklungen bei den Energiepreisen und anderen externen Faktoren werden daher voraussichtlich wichtige Überlegungen für die Wirtschaftspolitiker bleiben.
Die Wirtschaftswachstumsprognosen für Uganda bleiben relativ stark. Das Wachstum wird für das im Juli begonnene Finanzjahr auf zwischen 7 % und 7,5 % geschätzt, verglichen mit 6,4 %, die im vorherigen Finanzjahr verzeichnet wurden.
Ein neues IWF-Programm könnte Uganda zusätzliche finanzielle und politische Unterstützung bieten und den Behörden helfen, die makroökonomische Stabilität aufrechtzuerhalten und langfristige wirtschaftliche Herausforderungen anzugehen. Die Verhandlungen werden voraussichtlich auch auf die fiskalische Verwaltung und Reformen fokussiert sein, die nachhaltiges Wachstum unterstützen sollen.
Für Kampala würde eine Einigung mit dem IWF einen wichtigen Schritt zur Stärkung des wirtschaftspolitischen Rahmens nach dem Abschluss des vorherigen Programms darstellen. Die Verhandlungen im September müssen jedoch verbleibende Differenzen klären, bevor eine neue Vereinbarung formell abgeschlossen werden kann.
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