UN warnt: Extreme Hitzewellen bedrohen globale Ernährungssysteme

Friday 24 April 2026 - 16:45
UN warnt: Extreme Hitzewellen bedrohen globale Ernährungssysteme

Laut einem gemeinsamen Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) geraten die globalen Ernährungssysteme zunehmend durch intensivere Hitzewellen unter Druck. Die beiden Organisationen warnen vor einem hohen Risiko der Destabilisierung des landwirtschaftlichen Gleichgewichts, das potenziell mehr als eine Milliarde Menschen weltweit direkt betreffen könnte.

Dem Bericht zufolge treten extreme Hitzewellen häufiger, länger und intensiver auf und haben direkte Folgen für Nutzpflanzen, Nutztiere, Fischerei und Wälder. Dieser rasante Klimawandel stört die Produktionssysteme grundlegend und verändert die Bedingungen für die Landwirtschaft.

Kaveh Zahedi, Direktor des FAO-Büros für Klimawandel und Biodiversität, betont in dem Bericht, dass diese Veränderungen die Produktionskapazitäten grundlegend verändern. Ihm zufolge beeinflussen steigende Temperaturen die anbaubaren Nutzpflanzen und die Anbaukalender und gefährden sogar die Rentabilität einiger Aktivitäten.

Aktuelle Klimadaten bestätigen eine Beschleunigung der globalen Erwärmung. 2025 zählt zu den heißesten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen. Dieser Trend geht mit einer Zunahme extremer Wetterereignisse einher, wodurch die Anfälligkeit der Agrarsysteme weltweit zunimmt.

Extreme Hitze verstärkt verschiedene Risiken wie Dürren, Waldbrände und Schädlingsbefall. Sobald bestimmte kritische Schwellenwerte überschritten werden, brechen die landwirtschaftlichen Erträge ein und gefährden die Ernährungssicherheit und die Lebensgrundlagen vieler Menschen.

Angesichts dieser Herausforderungen fordern die UN-Organisationen dringende Maßnahmen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Ernährungssysteme durch Klimaanpassungsstrategien, gezielte Investitionen und ein verbessertes Umweltrisikomanagement.



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