Island fordert Abschiebung von Anti-Walfang-Aktivisten nach Seeprotest
Die isländischen Behörden haben die Abschiebung von 21 Anti-Walfang-Aktivisten beantragt, nachdem sie während eines maritimen Protests verhaftet wurden, der die kommerziellen Walfangoperationen vor der Küste des Landes gestört hat.
Die Aktivisten werden seit ihrer Festnahme in Reykjavik festgehalten, nachdem sie bei einer Operation mit dem Bandero, einem Schiff, das von der Stiftung des Meeresaktivisten Paul Watson betrieben wird, aufgegriffen wurden. Die isländische Polizei hat außerdem beantragt, dass der Gruppe die Wiedereinreise ins Land verwehrt wird.
Der Vorfall ereignete sich, nachdem der Bandero angeblich in die Aktivitäten der Hvalur 9 eingegriffen hatte, eines von nur zwei kommerziellen Walfangschiffen, die noch in Island operieren. Die Behörden boardeten das Protestschiff am Donnerstagabend und beendeten die Demonstration.
Die Konfrontation hat erneut internationale Aufmerksamkeit auf die umstrittene kommerzielle Walfangindustrie Islands gelenkt, die eine der wenigen weltweit ist, die noch in dieser Praxis engagiert ist. Umweltorganisationen argumentieren, dass der Walfang mit modernen Naturschutzbemühungen unvereinbar ist, während die Befürworter der Industrie ihn als Teil der maritimen Traditionen des Landes und als legale wirtschaftliche Aktivität verteidigen.
Die rechtlichen Verfahren gegen die festgehaltenen Aktivisten werden voraussichtlich Islands Ansatz testen, das Recht auf friedlichen Protest mit der Durchsetzung von maritimen Vorschriften in Einklang zu bringen, die darauf abzielen, kommerzielle Operationen auf See zu schützen.
Der Fall hebt auch die fortdauernde Rolle von Paul Watsons Bewegung in hochkarätigen Direktaktionskampagnen hervor, die sich gegen Walfangflotten richten. Solche Operationen haben häufig internationale Debatten ausgelöst und die Walfangpolitik Islands erneut unter globalen Prüfstand gestellt.
Während die Einwanderungs- und Justizbehörden den Polizeiantrag überprüfen, könnte das Ergebnis Einfluss darauf haben, wie zukünftige Umweltproteste in isländischen Gewässern behandelt werden, insbesondere solche, die ausländische Aktivisten betreffen, die versuchen, gegen kommerzielle Walfangaktivitäten vorzugehen.
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