Syrien: Israels Angriffe in der Nähe von Beit Jinn, westlich von Damaskus
Die Region Beit Jinn im Westen des Damaskus-Gebiets wurde am Sonntag erneut Ziel israelischer Angriffe. Laut der offiziellen syrischen Nachrichtenagentur Sana trafen mehrere Granaten den Bereich von Tell Harboun, ohne dass Opfer gemeldet wurden. Diese Bombardierungen erfolgen nach mehreren ähnlichen Vorfällen in den letzten Tagen rund um diese Ortschaft.
Sieben Granaten im Bereich von Tell Harboun gemeldet
Die israelischen Streitkräfte bombardierten am Sonntag die Umgebung von Beit Jinn, wie von Sana berichtet.
Die offizielle syrische Agentur berichtete von sieben Granaten, die im Gebiet von Tell Harboun eingeschlagen sind. Es wurden keine Verletzten nach diesen Angriffen gemeldet, so die gleiche Quelle.
Dieser neue Angriff erfolgt, während die Region Beit Jinn seit mehreren Tagen eine Reihe von militärischen Aktionen Israels erlebt.
Eine Serie von Schüssen rund um Beit Jinn
Am Samstag war das Gebiet von Aïn al-Chaara, nördlich von Beit Jinn, bereits Ziel eines Artillerieangriffs. Die Granate hatte landwirtschaftliche Flächen getroffen.
Am Vortag, Freitag, wurden ebenfalls mehrere Schüsse auf die Umgebung eines Bauernhofs in Beit Jinn sowie auf den Bereich von Tell Bat al-Warda, in der Nähe der Ortschaft, abgefeuert.
Die Wiederholung dieser Vorfälle macht diesen Teil des Damaskus-Gebiets zu einem neuen Spannungsfeld im Südwesten Syriens.
Eine verstärkte israelische Militärpräsenz in Syrien
Diese Angriffe sind Teil eines größeren Kontextes von Spannungen zwischen Israel und den neuen syrischen Autoritäten.
Seit der Machtübernahme in Damaskus Ende 2024 durch Ahmad el-Chareh, dessen Rebellenkoalition Bashar al-Assad gestürzt hat, hat Israel die militärischen Operationen auf syrischem Territorium erheblich ausgeweitet.
Die israelische Armee hat unter anderem Hunderte von Angriffen durchgeführt und in den Süden Syriens eingedrungen. Truppen wurden auch in der von den Vereinten Nationen überwachten Pufferzone stationiert, die zuvor israelische und syrische Streitkräfte auf dem Golanhöhen trennte.
Israel behauptet, in diesem Gebiet eine "Sicherheitszone" eingerichtet zu haben, im Kontext einer Neudefinition der militärischen Situation in der Nähe seiner Grenze.
Eine Situation, die weiterhin angespannt ist
Die neuen Bombardierungen rund um Beit Jinn verdeutlichen die anhaltenden Spannungen in diesem Teil Syriens. Während das Land seit dem Sturz von Bashar al-Assad eine neue politische Konfiguration erlebt, setzen die israelischen Operationen die Sicherheitslage im Süden und Westen des syrischen Territoriums in Bewegung.
Das Fehlen von gemeldeten Opfern nach den letzten Schüssen mindert jedoch nicht die Tragweite dieser Reihe von Vorfällen, die in einer bereits stark militarisierten Region stattfinden.
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