UN warnt vor globaler Konjunkturabschwächung 2026

Yesterday 09:15
UN warnt vor globaler Konjunkturabschwächung 2026

Die Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) warnt, dass geopolitische Risiken zur Hauptursache für Instabilität in der Weltwirtschaft geworden sind. Sie prognostiziert einen Rückgang des globalen Wachstums von 2,9 % im Jahr 2025 auf 2,6 % im Jahr 2026.

In ihrem Bericht „Handels- und Entwicklungsausblick 2026: Die Weltwirtschaft vor einer geopolitischen Herausforderung“ betont die UN-Organisation, dass steigende Energiepreise, Transportstörungen, volatile Finanzmärkte und die verstärkte Suche nach sicheren Anlagen die internationalen Wirtschaftsaussichten stark belasten.

Die UNCTAD geht davon aus, dass Entwicklungsländer am stärksten von dieser Entwicklung betroffen sein werden. Viele Länder sehen sich bereits mit steigenden Kosten für Treibstoff, Lebensmittel und Düngemittel konfrontiert und leiden gleichzeitig unter geldpolitischem Druck, verschärften Finanzierungsbedingungen und sinkendem Investorenvertrauen.

Der Bericht stellt fest, dass die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft im Jahr 2025 maßgeblich auf der wachsenden Rolle der Schwellenländer im internationalen Handel und im Gesamtwachstum beruhte. Die Organisation warnt jedoch, dass anhaltende geopolitische Spannungen diese Dynamik zu untergraben drohen.

Laut UNCTAD blieb der Welthandel mit Waren Anfang 2026 relativ robust, vor allem aufgrund der starken Nachfrage nach Technologien der künstlichen Intelligenz. Außerhalb dieser Sektoren fiel das Handelswachstum deutlich moderater aus, insbesondere in traditionellen Branchen und rohstoffbezogenen Sektoren.

Die Organisation warnt zudem vor zunehmendem Druck auf die globalen Ernährungssysteme. Steigende Energiepreise treiben die Düngemittelkosten in die Höhe und verschärfen damit den Inflationsdruck auf Lebensmittel in vielen Entwicklungsländern.

Der Bericht hebt außerdem hervor, dass die Ernährungssicherheit zu einer großen Sorge für die Finanzstabilität mehrerer Länder wird, die bereits mit einer steigenden Schuldenlast zu kämpfen haben.

Als Reaktion auf diese Herausforderungen fordert die UNCTAD eine verstärkte internationale Zusammenarbeit, verbesserte Handelsbedingungen und eine verstärkte finanzielle Unterstützung für Schwellenländer. Die Organisation empfiehlt außerdem, Investitionen in saubere und bezahlbare Energie zu beschleunigen, um das globale Wachstum zu stabilisieren und die Anfälligkeit gegenüber künftigen Wirtschaftskrisen zu verringern.



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