Schwere Explosion in chinesischem Kohlebergwerk: Mindestens 90 Tote
Bei einer Explosion in einem Kohlebergwerk im Nordosten Chinas sind mindestens 90 Bergleute ums Leben gekommen. Dies geht aus den am Samstag veröffentlichten Zahlen hervor. Präsident Xi Jinping versprach, aus dem schwersten Grubenunglück des Landes seit 17 Jahren „Lehren zu ziehen“.
Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua befanden sich 247 Bergleute unter Tage im Kohlebergwerk Liushenyu, als sich die Explosion am Freitag um 19:29 Uhr ereignete.
Der staatliche Fernsehsender CCTV berichtete, dass mindestens 90 Bergleute starben und 123 weitere zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht wurden, vier von ihnen in ernstem oder kritischem Zustand.
Von den hospitalisierten Bergleuten konnten 33 bis Samstag 14:00 Uhr entlassen werden.
Rettungskräfte und medizinischer Dienst waren mit 755 Einsatzkräften vor Ort. Dort setzten Rettungskräfte mit Helmen und Tragen sowie mehrere Krankenwagen die Rettungsarbeiten am Samstagnachmittag fort, wie das Staatsfernsehen berichtete.
Das Bergwerk liegt 500 Kilometer südwestlich von Peking in der Provinz Shanxi, einem der wichtigsten Kohleabbaugebiete Chinas.
Unfälle in Kohlebergwerken, deren größter Verbraucher China weltweit ist, sind häufig. Dies ist jedoch der schwerste seit November 2009, als bei einer Gasexplosion in einem Bergwerk in der Provinz Heilongjiang (Nordostchina) 108 Menschen ums Leben kamen.
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