Vier Kunstwerke von Antonello da Messina aus Museum in Sizilien gestohlen
Vier Kunstwerke, die vom italienischen Kulturministerium als von außergewöhnlichem Wert beschrieben werden, wurden aus einem Museum in Messina gestohlen, der sizilianischen Stadt, in der der Meister der Renaissance, Antonello da Messina, geboren wurde.
Der Diebstahl ereignete sich am Samstagabend und richtete sich gegen Werke eines der bedeutendsten Maler der italienischen Renaissance. Die italienischen Behörden haben eine Untersuchung eingeleitet, da das Verschwinden neue Bedenken hinsichtlich des Schutzes des umfangreichen künstlerischen Erbes des Landes aufwirft.
Drei Tafeln aus einem Meisterwerk des 15. Jahrhunderts
Zu den gestohlenen Werken gehören drei Tafeln, die zum Polyptychon des heiligen Gregor gehören, einem Werk aus dem 15. Jahrhundert, das mit Antonello da Messina in Verbindung steht.
Das Verschwinden ist besonders bedeutsam aufgrund der historischen Verbindung des Künstlers mit Messina. Antonello, der im 15. Jahrhundert lebte, gilt als eine Schlüsselperson in der Entwicklung der Renaissance-Malerei in Italien und ist bekannt dafür, italienische Kunsttraditionen mit Techniken der nordischen Malerei zu kombinieren.
Das vierte gestohlene Werk wurde in den Informationen, die von den italienischen Behörden veröffentlicht wurden, nicht identifiziert.
Das Kulturministerium beschrieb alle vier Stücke als von außergewöhnlichem Wert und betonte die kulturelle Bedeutung des Verlustes über ihren potenziellen finanziellen Wert hinaus.
Diebstahl erfolgt Monate nach bedeutendem Erwerb von Antonello
Der Vorfall ereignet sich nur Monate, nachdem der italienische Staat mit dem Erwerb eines weiteren Werkes des sizilianischen Meisters Schlagzeilen gemacht hat.
Italien kaufte Antonello da Messinas Ecce Homo bei einer Auktion in New York für fast 15 Millionen Dollar, was etwa 13 Millionen Euro entspricht. Der Erwerb hob das erneute internationale Interesse an dem begrenzten und hochgeschätzten Werk des Malers hervor.
Der Diebstahl in Messina rückt somit Antonellos Werke erneut ins Rampenlicht, diesmal durch einen bedeutenden Vorfall, der eine Sammlung in seiner Heimatstadt betrifft.
Bürgermeister verurteilt Diebstahl während religiöser Feierlichkeiten
Der Bürgermeister von Messina, Federico Basile, verurteilte den Vorfall scharf und bezeichnete ihn als zutiefst verwerflich. Er äußerte auch besonderes Bedauern darüber, dass der Diebstahl während der traditionellen Feierlichkeiten der Stadt zu Ehren der Jungfrau Maria stattfand.
Der Zeitpunkt dürfte das lokale Schockgefühl verstärken, da das Verschwinden während einer der bedeutendsten öffentlichen Feierlichkeiten Messinas erfolgte.
Italien sieht sich seit langem anhaltenden Bedrohungen seines künstlerischen Erbes gegenüber, wobei Museen, Kirchen, private Sammlungen und archäologische Stätten potenziell Ziel von Kunstdieben sind.
Ein weiterer jüngster Museumdiebstahl wirft Bedenken auf
Der jüngste Fall folgt einer separaten Untersuchung, die kürzlich mit der Wiederentdeckung von drei Gemälden von Pierre-Auguste Renoir, Paul Cézanne und Henri Matisse endete.
Die italienische Polizei gab zwei Tage vor dem Diebstahl von Antonello bekannt, dass die drei Werke, die zusammen einen Wert von über 9 Millionen Euro hatten, wiedergefunden wurden. Sie waren angeblich im März aus einem Museum in der Nähe von Parma in Norditalien gestohlen worden.
Die Behörden verdächtigten in diesem Fall eine Bande moldawischer Herkunft.
Die beiden Vorfälle verdeutlichen die anhaltende Herausforderung, vor der die italienischen Behörden stehen, um Werke von außergewöhnlichem kulturellem und finanziellem Wert zu schützen, insbesondere in einem Land, dessen Museen und historische Stätten eine außergewöhnliche Konzentration europäischer Kunst beherbergen.
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