Brics: China will eine Open-Source-KI-Zone schaffen

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Brics: China will eine Open-Source-KI-Zone schaffen

Peking möchte die technologische Zusammenarbeit zwischen den Brics-Staaten stärken. Während des Gipfels in Neu-Delhi schlug Xi Jinping die Schaffung einer "Open-Source-KI-Zone" vor, die den Austausch von Technologien und die gemeinsame Entwicklung großer KI-Modelle fördern soll.

China beabsichtigt, eine zentrale Rolle in der internationalen Zusammenarbeit im Bereich der künstlichen Intelligenz einzunehmen. Xi Jinping schlug am Sonntag die Schaffung einer "Open-Source-KI-Zone" für die elf Mitglieder der Brics vor, während des Gipfels der Gruppe in Neu-Delhi.

Das Projekt zielt insbesondere darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen den Ländern des Blocks bei der Entwicklung und Nutzung von KI-Technologien zu erleichtern. Peking möchte somit einen stärker auf Wissensaustausch und Zugang zu Technologien basierenden Ansatz fördern.

Peking setzt auf Open-Source-Modelle

Die chinesische Initiative stützt sich auf die schnelle Entwicklung von Open-Source-KI-Modellen durch mehrere Unternehmen im Land. Im Gegensatz zu sogenannten proprietären oder "geschlossenen" Systemen kann ihr Code von anderen Nutzern und Entwicklern eingesehen, studiert und je nach Lizenzbedingungen angepasst werden.

In seiner Rede, deren Mitschnitt von dem Staatsfernsehen CCTV übertragen wurde, rief Xi Jinping insbesondere dazu auf, die Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Anwendung großer Sprachmodelle zu verstärken.

Dieser Vorschlag ist Teil einer umfassenderen Initiative, die vom chinesischen Präsidenten für eine als "offen und inklusiv" dargestellte künstliche Intelligenz verteidigt wird.

Auf dem Weg zu einer globalen KI-Governance?

Über die technologische Zusammenarbeit zwischen den Brics hinaus möchte Peking auch Einfluss auf die zukünftigen internationalen Regeln zur Regulierung der künstlichen Intelligenz ausüben.

Xi Jinping plädierte daher für die Schaffung eines weltweiten Governance-Rahmens für KI, der auf Konsens basiert. Ein Ziel, das im Kontext steht, in dem große Mächte versuchen, gemeinsame Regeln angesichts der rasanten Entwicklung dieser Technologie zu definieren.

Die Frage der Sicherheit von KI gewinnt ebenfalls zunehmend an Bedeutung. Die mit ihrer beschleunigten Entwicklung verbundenen Risiken befeuern die Debatten unter politischen Führungspersönlichkeiten sowie in der Technologiebranche.

Ein Thema, das auch mit Donald Trump angesprochen werden könnte

Die Governance der künstlichen Intelligenz könnte auch in die Gespräche zwischen Xi Jinping und Donald Trump einfließen. Der chinesische Präsident wird Ende September seinen amerikanischen Amtskollegen in den Vereinigten Staaten treffen.

Dieses Treffen könnte in einem Kontext stattfinden, in dem der technologische Wettbewerb zwischen Peking und Washington besonders stark bleibt. KI ist mittlerweile eines der Hauptgebiete des Wettbewerbs in wirtschaftlichen, industriellen und strategischen Bereichen.

Die Debatte über die Geschwindigkeit der Entwicklung dieser Technologie überschreitet jedoch die sino-amerikanischen Beziehungen. Am Samstag forderte Dario Amodei, der Leiter von Anthropic, dazu auf, das Tempo der KI-Entwicklung zu verlangsamen. Eine Position, die schnell von Elon Musk und Sam Altman, dem Chef von OpenAI, unterstützt wurde.

Die Brics wollen in der Technologie mehr Gewicht haben

Gegründet im Jahr 2009 um Brasilien, Russland, Indien und China, und später ergänzt um Südafrika, hat sich die Gruppe der Brics seitdem auf neue Mitglieder ausgeweitet.

Mit ihrem Projekt einer Open-Source-KI-Zone möchte Peking diese Zusammenarbeit zu einem zusätzlichen Hebel im Technologiebereich machen. Ziel ist es auch, eine Vision der Governance der künstlichen Intelligenz zu fördern, die nicht ausschließlich von den großen westlichen Mächten definiert wird.



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