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Rezessionsängste in den USA belasten globale Aktienmärkte

Rezessionsängste in den USA belasten globale Aktienmärkte
Tuesday 11 March 2025 - 15:21
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Die weltweiten Aktienmärkte mussten am Montag schwere Verluste hinnehmen, vor allem aufgrund der Angst vor einer Rezession in den USA. In Europa hat die Unsicherheit angesichts der möglichen Ablehnung des von Deutschland unterstützten massiven Investitionsplans durch das Parlament zugenommen.

An der Wall Street sind die Aktienindizes stark gefallen. Der Dow Jones Industrial Average verlor 2,08 %, während der breitere S&P 500-Index um 2,70 % fiel. Den größten Rückgang verzeichnete der Nasdaq, der um 4 % nachgab und damit seine schlechteste Performance seit 2022 verzeichnete. Der Rückgang wurde durch enttäuschende Ergebnisse der Technologiegiganten angeheizt. Tesla musste einen Rückgang von 15,43 % hinnehmen, Meta einen Verlust von 4,42 % und auch die Aktien anderer großer Namen wie Microsoft, Alphabet, Apple und Amazon verloren an Wert.

Der Markt scheint sich über eine drohende Rezession Sorgen zu machen, die insbesondere hoch bewertete Unternehmen trifft. Laut Analyst Andreas Lipkow „scheinen sich Ängste vor einer möglichen Rezession auszubreiten und den Druck auf die Aktien einiger stark überbewerteter Unternehmen auszuüben.“ Investoren weisen auch auf die Prioritäten der Trump-Regierung hin, die stärker auf Zölle als auf versprochene Wirtschaftsreformen ausgerichtet seien, was an den Märkten für Enttäuschung gesorgt habe.

Ein Vertreter des Weißen Hauses versuchte die Öffentlichkeit jedoch zu beruhigen: Es gebe eine erhebliche Diskrepanz zwischen den emotionalen Reaktionen der Märkte und der wirtschaftlichen Realität in den Unternehmen.

Die Unsicherheit wirkte sich auch auf die Renditen US-amerikanischer Anleihen aus. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen fiel von 4,30 Prozent am vergangenen Freitag auf 4,22 Prozent.

In Europa bleibt die Lage besorgniserregend. Der DAX-Index, der den deutschen Aktienmarkt repräsentiert, fiel um 1,69 Prozent und zog andere europäische Indizes mit in den Abwärtstrend: Paris verlor 0,90 Prozent, London 0,92 Prozent und Mailand 0,95 Prozent. Der Rückgang ist auf die wachsende Sorge zurückzuführen, dass der geplante massive Investitionsplan der deutschen Regierung abgelehnt werden könnte, was das europäische Wirtschaftswachstum schwächen könnte.

Auch der Bankensektor ist betroffen. Französische, britische, deutsche und amerikanische Banken verzeichneten erhebliche Rückgänge. Societe Generale verlor 5,25 %, Monte dei Paschi di Siena 4,54 % und die Deutsche Bank 2,33 %. In den USA verzeichneten JPMorgan Chase, Goldman Sachs und Bank of America Verluste von über drei Prozent.

Auch der Ölsektor blieb von wirtschaftlichen Sorgen nicht verschont. Der Preis für ein Barrel Brent-Rohöl fiel um 1,54 Prozent auf 69,28 Dollar, während West Texas Intermediate 1,51 Prozent verlor und sich bei 66,03 Dollar stabilisierte. Sorgen über ein Überangebot und eine sinkende Nachfrage werfen dunkle Schatten auf die Branche.

Die Lage bleibt ungewiss und die globalen Märkte werden in den kommenden Wochen mit großen wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert sein, wobei die Entwicklung der US-Politik und die internen Spannungen in Deutschland besondere Aufmerksamkeit verdienen.

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