Apple erhebt 20% Mehrwertsteuer auf App Store Käufe in Marokko
Apple führt eine 20%ige Mehrwertsteuer (MwSt.) auf berechtigte App Store-Verkäufe und In-App-Käufe in Marokko ein, was eine neue Entwicklung in der Besteuerung digitaler Dienstleistungen im Land darstellt.
Nach einer Mitteilung, die Apple am 27. August 2026 an Anwendungsentwickler gesendet hat, unterliegen Transaktionen mit berechtigten Apps und In-App-Käufen auf dem marokkanischen Markt einem MwSt.-Satz von 20%. Die neue steuerliche Behandlung trat am selben Tag in Kraft, während Änderungen der auf dem marokkanischen App Store angezeigten Preise ab dem 14. September beginnen sollen.
Die Maßnahme beinhaltet ein Update des Vertrages über kostenpflichtige Anwendungen, das es Apple ermöglicht, die anwendbaren Steuern zu berechnen und zu erheben, bevor die entsprechenden Beträge an die zuständigen marokkanischen Behörden überwiesen werden.
Die Entscheidung ist Teil von Apples umfassenderer Strategie, seine digitalen Handelsoperationen an die lokalen Steuervorschriften in verschiedenen Märkten anzupassen. Das Unternehmen hat ähnliche steuerliche Maßnahmen in anderen Ländern eingeführt, was die wachsenden Bemühungen der Regierungen widerspiegelt, sicherzustellen, dass digitale Transaktionen in nationale Steuersysteme integriert werden.
Für App-Entwickler könnte die Änderung die Nettoumsätze aus Verkäufen und In-App-Käufen in Marokko beeinflussen. Die genaue Auswirkung hängt von der Art der Transaktion und der von jedem Entwickler gewählten Preisstruktur ab.
Apple plant auch Anpassungen der Preise für Anwendungen und In-App-Käufe in mehreren Märkten, einschließlich Marokko, ab dem 14. September. Die Einführung der MwSt. bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass jede Anwendung um 20% teurer wird.
Der endgültige Preis, der den marokkanischen Verbrauchern angezeigt wird, hängt von Apples internationalem Preissystem und dem vom Entwickler ausgewählten Referenzgeschäft ab. In Fällen, in denen Marokko als Basisgeschäft des Entwicklers zur Preisbestimmung verwendet wird, könnte sich der angezeigte Preis nicht direkt aufgrund des Preisangleichungsmechanismus ändern.
Bestimmte Produkte sind auch von den angekündigten Preisänderungen ausgeschlossen, einschließlich einiger automatisch verlängernder Abonnements und Transaktionen, für die Entwickler manuell Preise festlegen, anstatt Apples automatisiertes Preissystem zu verwenden.
Infolgedessen ist es unwahrscheinlich, dass marokkanische Verbraucher einen einheitlichen Anstieg von 20% über alle Anwendungen und digitalen Dienstleistungen hinweg sehen. Die Preisänderungen können je nach Preisstrategie des Entwicklers, der Art des digitalen Produkts und dem als Referenzgeschäft verwendeten Markt variieren.
Der neue Steuerrahmen stellt dennoch einen weiteren Schritt in der wachsenden Integration des digitalen Handels in das Steuersystem Marokkos dar. Da Verbraucher zunehmend für Anwendungen, Abonnements, Spiele und andere Online-Inhalte ausgeben, wird die Besteuerung digitaler Dienstleistungen zu einem zunehmend wichtigen Thema für sowohl Regierungen als auch internationale Technologieunternehmen.
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