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COVID-19: WHO warnt vor weiterhin hohem Gesundheitsrisiko für Risikogruppen
Obwohl die COVID-19-Pandemie institutionell offiziell beendet ist, stellt das Virus weiterhin eine spürbare Gesundheitsbedrohung dar, insbesondere für Risikogruppen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des Europäischen Regionalbüros der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die vor dem Fortbestehen schwerer Krankheitsverläufe im Jahr 2024 warnt.
Den analysierten Daten zufolge betreffen Krankenhausaufenthalte und Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19 vor allem ältere Menschen, Patienten mit chronischen Erkrankungen oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Ein besorgniserregendes Ergebnis der Studie: Die überwiegende Mehrheit dieser Patienten hatte trotz aktueller Impfempfehlungen keine Impfungen erhalten.
WHO-Experten betonen, dass sich COVID-19 zwar nicht mehr in dem Ausmaß wie zwischen 2020 und 2022 ausbreitet, die klinischen Auswirkungen aber weiterhin erheblich sind. Bei gefährdeten Personen kann das Virus zu schweren Komplikationen führen, die mitunter denen einer saisonalen Grippe gleichwertig oder sogar schwerwiegender sind.
Die Studie basiert auf der Beobachtung mehrerer Tausend Patienten, die zwischen Frühjahr 2023 und Frühjahr 2024 in verschiedenen Regionen Europas aufgrund akuter Atemwegsinfektionen stationär behandelt wurden. Ein signifikanter Anteil dieser Krankenhausaufenthalte stand im Zusammenhang mit COVID-19, wobei die Einweisungs- und Sterblichkeitsraten auf Intensivstationen bemerkenswert hoch waren. Dies bestätigt, dass das Virus weiterhin ein bedeutender Risikofaktor in Gesundheitseinrichtungen ist.
Die Ergebnisse verdeutlichen zudem eine besorgniserregende Diskrepanz zwischen den offiziellen Empfehlungen und der tatsächlichen Impfquote. Während die WHO eine jährliche Auffrischungsimpfung für Personen über 60, Personen mit Vorerkrankungen oder Immunschwäche empfiehlt, hatten nur wenige stationär behandelte Patienten einen aktuellen Impfschutz erhalten. In einigen europäischen Ländern hat sich der Zugang zu COVID-19-Impfstoffen sogar verschlechtert, was Präventionsstrategien untergräbt.
Mehrere weitere Studien bestätigen jedoch die Wirksamkeit von Auffrischungsimpfungen. Die Daten zeigen, dass eine innerhalb der letzten sechs Monate verabreichte Dosis das Risiko für Krankenhausaufenthalte, schwere Krankheitsverläufe, Einweisungen auf Intensivstationen und Todesfälle signifikant reduziert.
Angesichts dieser Erkenntnisse plädieren Gesundheitsbehörden für die Fortführung gezielter Präventionsmaßnahmen. Regelmäßige Auffrischungsimpfungen von Risikogruppen, Schwangeren und medizinischem Fachpersonal sind weiterhin unerlässlich, um die Auswirkungen des Virus einzudämmen und eine Überlastung der Krankenhäuser, insbesondere während saisonaler Infektionswellen, zu verhindern.
Obwohl COVID-19 nicht mehr als globale Gesundheitsnotlage gilt, etabliert es sich zunehmend als endemische Krankheit, die ständige Wachsamkeit erfordert. Die WHO betont daher, wie wichtig es ist, die Präventionsbemühungen nicht zu lockern, um den Schutz der besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen nachhaltig zu gewährleisten.