Daten zeigen steigende Inflation in Deutschland
Das Statistische Bundesamt meldete, dass die jährliche Inflationsrate im Januar auf 2,1 % gestiegen ist, nachdem der Index im Dezember 2025 einen Wert von 2 % erreicht hatte.
Dieser leichte Anstieg deutet auf anhaltenden Preisdruck zu Jahresbeginn hin, in einer Zeit, in der die deutsche Wirtschaft vor zunehmenden Herausforderungen steht, vor allem einem schwachen Wachstum und einem Rückgang der Industrieproduktion, die eine der Säulen der größten Volkswirtschaft Europas ist.
Eine Analyse der Unternehmensberatung Ernst & Young (EY) ergab in diesem Zusammenhang, dass die deutsche Industrie bis 2025 aufgrund der schwächelnden Konjunktur und der sinkenden Nachfrage rund 124.000 Arbeitsplätze abbauen wird. Die Studie basierte auf offiziellen Daten des Statistischen Bundesamtes und umfasste Unternehmen mit mindestens 50 Beschäftigten.
Die Studie erklärte, dass die Beschäftigung im Industriesektor im vergangenen Jahr um 2,3 % auf rund 5,38 Millionen Beschäftigte zurückgegangen sei. Dieser Rückgang ist fast doppelt so hoch wie der für 2024 prognostizierte und spiegelt den zunehmenden Druck wider, dem der Sektor ausgesetzt ist.
Am stärksten betroffen war die Automobilindustrie mit einem Verlust von rund 50.000 Arbeitsplätzen bis 2025, während die Chemie- und Pharmabranche fast 2.000 Stellen abbaute. Seit 2019, also vor der COVID-19-Pandemie, ist die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe um etwa 266.000 Stellen bzw. 5 % zurückgegangen, wobei allein die Automobilindustrie 111.000 Arbeitsplätze, ein Rückgang von 13 %, verlor.
Jan Bruhrhelker, geschäftsführender Gesellschafter von Ernst & Young, sagte, der Industriesektor befinde sich in einer tiefen Krise. Er merkte an, dass die von der Industrie generierten Einnahmen seit 2023 um etwa 5 % gesunken seien, und betonte, dass die Wirtschaft eine starke Erholung benötige, um die Welle von Arbeitsplatzverlusten zu stoppen.
Im Gegensatz dazu zeigten die Daten eine Divergenz zwischen den Industriesektoren: In der Textil- und Metallindustrie ging die Beschäftigung um 16 % bzw. 13 % zurück, während die Chemie-, Pharma- und Elektroindustrie ein moderates Wachstum von 3 % bzw. 2 % verzeichneten.
Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem die politischen Entscheidungsträger die Inflationsentwicklung genau beobachten, insbesondere da sie nahe am Zielwert der Europäischen Zentralbank von rund 2 % liegt, und angesichts der Befürchtung, dass eine schwache Industrieproduktion den wirtschaftlichen Erholungsprozess in der kommenden Zeit erschweren könnte.
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