Die tödlichsten Erdbeben Indonesiens im vergangenen Jahrzehnt
Indonesien sieht sich einem weiteren tödlichen Erdbeben gegenüber, nachdem am Samstag ein Beben der Magnitude 7,7 die östliche Region des Landes erschütterte und laut den neuesten Meldungen mindestens 51 Menschen das Leben kostete. Rettungsteams setzen ihre Einsätze fort, während die Behörden das Ausmaß der Zerstörung bewerten.
Die Katastrophe ist die neueste in einer langen Reihe von schweren Erdbeben, die Indonesien getroffen haben, einem Archipel, der aufgrund seiner Lage am pazifischen Feuerring besonders anfällig für seismische Aktivitäten ist.
Daten, die von Indiens Katastrophenschutzbehörde BNPB zusammengestellt wurden, zeigen, dass mehrere Erdbeben im vergangenen Jahrzehnt erhebliche Verlustzahlen gefordert haben. Unter ihnen sticht die Katastrophe von 2018 in Sulawesi als das bislang tödlichste hervor.
Palu und Sigi: 4.141 Todesfälle im Jahr 2018
Am 28. September 2018 erschütterte ein Erdbeben der Magnitude 7,5 Zentral-Sulawesi und verwüstete Palu und die umliegenden Gebiete.
Das Erdbeben löste einen Tsunami und weit verbreitete Bodenverflüssigung aus, was die Zerstörung in der Region dramatisch verschärfte. Ganze Gemeinschaften waren betroffen, als Gebäude einstürzten, Küstengebiete überflutet wurden und instabiler Boden weitere Verwüstungen verursachte.
Laut BNPB-Zahlen kostete die Katastrophe 4.141 Menschen das Leben und verletzte weitere 4.438. Darüber hinaus wurden 705 Menschen als vermisst gemeldet.
Die Zerstörung war auch in Bezug auf Wohnraum enorm. Mehr als 110.000 Häuser wurden beschädigt oder zerstört, was Tausende von Familien ohne Obdach ließ und eine langfristige Herausforderung für den Wiederaufbau darstellt.
Warum Indonesien weiterhin hoch anfällig bleibt
Die Geographie Indonesiens hilft zu erklären, warum das Land wiederholt starken Erdbeben ausgesetzt ist. Das Land liegt am Schnittpunkt mehrerer großer tektonischer Platten, was seismische Aktivitäten zu einer anhaltenden natürlichen Gefahr macht.
Die Gefahr beschränkt sich nicht nur auf das Beben selbst. Je nach Standort und Tiefe eines Erdbebens können sekundäre Katastrophen wie Tsunamis, Erdrutsche und Bodenverflüssigung die Zahl der Opfer und das Ausmaß der Schäden dramatisch erhöhen.
Die Katastrophe von Palu im Jahr 2018 zeigte, wie schnell mehrere dieser Gefahren sich zu einer einzigen Katastrophe vereinen können.
Das neueste Erdbeben erhöht die Opferzahl
Das Beben der Magnitude 7,7, das am Samstag Ostindonesien erschütterte, hat bereits mindestens 51 Menschenleben gefordert. Rettungsaktionen sind weiterhin im Gange, was bedeutet, dass die Zahl der Todesopfer sich ändern könnte, während Notfallteams isolierte oder stark beschädigte Gebiete erreichen.
Bilder aus der Nachbarschaft zeigten Zerstörungen im Passagierhafen von Maumere in Ost-Nusa Tenggara und verdeutlichten die Auswirkungen des Erdbebens auf die wichtige Infrastruktur.
Für Indonesien ist die neueste Katastrophe eine weitere Erinnerung daran, dass Vorbereitung, schnelle Notfallreaktionen und widerstandsfähige Infrastruktur in einem Land, in dem starke Erdbeben eine dauerhafte Bedrohung darstellen, unerlässlich bleiben.
Eine wiederkehrende nationale Herausforderung
Der Unterschied zwischen der neuesten Todeszahl und der Katastrophe von 2018 verdeutlicht auch die große Variation der Folgen von Erdbeben in Indonesien. Die Magnitude allein bestimmt nicht die menschlichen Kosten: Bevölkerungsdichte, Nähe zu besiedelten Gebieten, Infrastrukturqualität und sekundäre Gefahren können das Ergebnis beeinflussen.
Während die Rettungsteams weiterhin nach dem Erdbeben am Samstag arbeiten, stehen die Behörden vor der unmittelbaren Aufgabe, Überlebende zu finden, beschädigte Infrastruktur wiederherzustellen und vertriebene Gemeinschaften zu unterstützen.
Die langfristige Herausforderung ist ebenso bedeutend: die Verwundbarkeit der Gemeinschaften vor dem nächsten großen Erdbeben zu verringern.
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