Klima: Energieungleichgewicht der Erde erreicht historischen Höchststand
Laut einem Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zum Zustand des globalen Klimas hat das Energieungleichgewicht der Erde im Jahr 2025 den höchsten Stand seit Beginn der modernen Beobachtungen erreicht. Dieser besorgniserregende Trend bestätigt die beschleunigte globale Erwärmung.
Experten zufolge nimmt dieses Ungleichgewicht – definiert als die Differenz zwischen der von der Erde empfangenen und der ins Weltall reflektierten Sonnenenergie – seit den 1960er-Jahren stetig zu. Im Zeitraum von 1960 bis 2025 betrug der durchschnittliche Anstieg etwa 0,13 Watt pro Quadratmeter und Jahrzehnt, wobei über mehrere Jahrzehnte eine relative Stabilität beobachtet wurde.
Die aktuellsten Daten zeigen jedoch eine deutliche Beschleunigung seit Beginn des 21. Jahrhunderts. Zwischen 2001 und 2025 erreichte die Anstiegsrate laut Ozeantemperaturmessungen etwa 0,30 Watt pro Quadratmeter und Jahrzehnt und laut Satellitenbeobachtungen sogar bis zu 0,44 Watt pro Quadratmeter und Jahrzehnt.
Der Bericht hebt hervor, dass die im Erdsystem gespeicherte Wärmemenge nicht nur kontinuierlich, sondern auch immer schneller zunimmt. Diese Wärme wird größtenteils von den Ozeanen absorbiert, die eine Schlüsselrolle bei der Regulierung der Erdtemperatur spielen.
Mehrere Faktoren erklären diesen Trend, darunter die Zunahme der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre und die Abnahme der Aerosolpartikel, die früher einen Teil der Sonnenstrahlung reflektierten.
Angesichts dieser Erkenntnisse warnen Wissenschaftler vor den potenziellen Folgen dieses wachsenden Ungleichgewichts. Es könnte extreme Wetterereignisse verstärken, Ökosysteme schädigen und die internationalen Bemühungen zur Begrenzung der globalen Erwärmung weiter erschweren.
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