Kraftstoffe: Preise steigen im Juli 2026 in der EU um 16,9 %
Die Rechnung an der Tankstelle hat sich erneut für europäische Autofahrer erhöht. Laut den neuesten Daten, die am 21. August von Eurostat veröffentlicht wurden, sind die Preise für Kraftstoffe und Schmierstoffe für den Personentransport in der Europäischen Union im Juli 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 16,9 % gestiegen. Dieser neue Anstieg bestätigt die anhaltenden Spannungen bei den Mobilitätskosten, nach einem Anstieg von 20,7 % im Mai und 13,7 % im Juni.
Ein Anstieg, der in Europa weit verbreitet bleibt
Der Preisanstieg betraf nicht nur einige isolierte Märkte. Im Juli haben 25 der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union einen jährlichen Anstieg der Preise für Kraftstoffe und Schmierstoffe für den Personentransport verzeichnet.
Rumänien führt die Liste mit einem Anstieg von 24,2 %. Deutschland und Litauen folgen mit jeweils einem Anstieg von 22,9 %. Bulgarien weist ebenfalls einen signifikanten Anstieg von 22,2 % auf, während die Niederlande und Finnland Anstiege von 22 % bzw. 20,5 % verzeichnen.
Im Gegensatz dazu blieb der Anstieg in einigen Ländern deutlich begrenzt. Schweden verzeichnet den niedrigsten jährlichen Anstieg mit 1,2 %, gefolgt von Irland mit 3,2 %. Ungarn stellt die einzige Ausnahme unter den Mitgliedstaaten dar, mit einem leichten Rückgang von 0,1 % im Jahresvergleich.
Diese Dispersion veranschaulicht die sehr unterschiedlichen nationalen Entwicklungen in Bezug auf die Preisentwicklung bei Energie und Mobilität.
Diesel und Benzin steigen im Juli wieder an
Die Daten von Eurostat zeigen auch eine deutliche Wende im Monatsvergleich. Zwischen Juni und Juli 2026 ist der Preis für Diesel um 4,3 % in der Europäischen Union gestiegen, während der Preis für Benzin um 4,7 % zulegte.
Diese Entwicklung steht im Gegensatz zu dem, was im Juni beobachtet wurde. In diesem Zeitraum waren die Preise für Diesel um 6,4 % und für Benzin um 4,2 % im Vergleich zum Vormonat gesunken. Die im Juli beobachtete Bewegung deutet daher auf eine erneute Beschleunigung der Preise an den Tankstellen auf europäischer Ebene hin.
Der Dieselpreis ist jedoch nicht überall gestiegen. Sein Preis ist in 17 Ländern zwischen Juni und Juli gestiegen, während neun Mitgliedstaaten einen Rückgang verzeichneten. Die größten Rückgänge wurden in Zypern (-7,9 %), Schweden (-7,4 %) und Irland (-6,4 %) beobachtet.
Für Benzin haben 14 Länder einen Anstieg und 12 einen Rückgang verzeichnet. Polen sticht mit einem monatlichen Anstieg von 17,2 % hervor, gefolgt von Deutschland (+11 %) und Spanien (+7,1 %). Im Gegensatz dazu sind die Preise insbesondere in Schweden, Zypern und Irland gesunken.
Polen und Deutschland unter den beweglichsten Märkten
Polen weist im Juli die spektakulärsten monatlichen Schwankungen sowohl für Diesel als auch für Benzin auf. Der Dieselpreis ist dort innerhalb eines Monats um 13,4 % gestiegen, während der Benzinpreis um 17,2 % gestiegen ist.
Deutschland gehört ebenfalls zu den am stärksten betroffenen Märkten. Der Dieselpreis ist dort zwischen Juni und Juli um 12,7 % gestiegen, was den zweithöchsten monatlichen Anstieg in der Europäischen Union darstellt. Griechenland vervollständigt das Trio der Spitzenreiter für Diesel mit einem Anstieg von 12,1 %.
Diese Entwicklungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Energie weiterhin auf die europäische Inflation drückt. Im Juli 2026 betrug die jährliche Inflation in der Europäischen Union 3 %, gegenüber 2,9 % im Juni. In der Eurozone erreichte sie 2,9 %, gegenüber 2,8 % im Vormonat, während die Energie einen bemerkenswert positiven Beitrag zur Preissteigerung leistete.
Ein anhaltender Druck auf die Autofahrer
Über die bloße Entwicklung der Preise an der Tankstelle hinaus kann der Anstieg der Kraftstoffpreise die Ausgaben der Haushalte und die Kosten für berufliche und private Reisen beeinflussen. Für Autofahrer, die täglich ihr Fahrzeug nutzen, stellt der im Juli verzeichnete jährliche Anstieg eine zusätzliche Belastung für das Budget dar, das für den Transport aufgewendet wird.
Die Zahlen von Eurostat zeigen jedoch, dass die Situation nicht einheitlich ist. Während mehrere Länder in Mittel- und Osteuropa jährliche Anstiege von über 20 % verzeichnen, erleben einige Märkte in Nordeuropa und Westeuropa deutlich moderatere Anstiege.
Die Tendenz in den kommenden Monaten wird daher besonders aufmerksam verfolgt werden. Nach dem Rückgang des jährlichen Anstiegs zwischen Mai und Juni erinnert der Anstieg im Juli daran, dass der europäische Kraftstoffmarkt weiterhin starken Schwankungen unterliegt.
Quellen und Methode
Die von Eurostat veröffentlichten Daten stammen vom Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), der verwendet wird, um die Preisentwicklung zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union zu vergleichen. Die untersuchte Kategorie umfasst Kraftstoffe und Schmierstoffe für persönliche Transportmittel, einschließlich Diesel und Benzin.
-
16:05
-
15:30
-
15:00
-
14:30
-
14:00
-
14:00
-
13:30
-
13:30
-
13:00
-
12:00
-
11:42
-
10:39
-
09:35
-
08:31
-
08:26
-
08:23
-
08:19