Künstliche Intelligenz löst globale Speicherchip-Krise aus
Das explosive Wachstum des KI-Sektors, angetrieben durch den massiven Ausbau von Rechenzentren, führt zu einer beispiellosen Belastung des globalen Speicherchip-Marktes. Dieser Druck, der sich zunächst auf die technologische Infrastruktur konzentrierte, erfasst nun die gesamte Elektronikindustrie.
Giganten wie Google und OpenAI sichern sich einen immer größeren Anteil der globalen Halbleiterproduktion durch den massiven Kauf von KI-Beschleunigern des Herstellers Nvidia. Diese Komponenten, die für den Betrieb von Dialogsystemen und fortschrittlichen Anwendungen unerlässlich sind, benötigen enorme Speichermengen, wodurch die verfügbaren DRAM-Chips, die für viele elektronische Geräte unverzichtbar sind, deutlich reduziert werden.
Die Angebotsverknappung ließ die Preise sofort in die Höhe schnellen. Die Kosten einiger DRAM-Typen stiegen innerhalb eines Monats um rund 75 %, was Distributoren und Zwischenhändler zwang, ihre Preise nahezu täglich anzupassen. Mehrere Analysten befürchten ein kritisches Szenario, sollten die Ungleichgewichte anhalten, und prognostizieren eine neue Phase von Spannungen, vergleichbar mit früheren globalen Halbleiterengpässen.
Angesichts dieser Situation sind Unternehmen, die auf Speicherkomponenten angewiesen sind, gezwungen, radikale Strategien zu entwickeln. Elon Musk hat angedeutet, dass Tesla den Bau einer eigenen Speicherproduktionsanlage erwägen könnte, um die Versorgung zu sichern. Sony erwägt unterdessen angeblich, den Marktstart der nächsten PlayStation-Generation auf 2029 zu verschieben.
In diesem Zusammenhang warnt Analyst Mark Li von Bernstein, dass die Preise für Speicherchips ein beispielloses Niveau erreichen könnten. Die Nachfrage, angeheizt durch den globalen Wettlauf um künstliche Intelligenz, zeigt keinerlei Anzeichen einer Abschwächung.
Im Gegenteil, die Investitionen nehmen zu. Amazon und Google haben massive Infrastrukturinvestitionen angekündigt, die sich in diesem Jahr auf Hunderte von Milliarden Dollar belaufen könnten. In diesem Klima des verschärften Wettbewerbs scheint der Kampf um den Zugang zu strategischen Halbleitern erst am Anfang zu stehen und eine neue Ära globaler „Chip-Kriege“ einzuläuten.
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