Mexikanische Präsidentin fordert engere Zusammenarbeit angesichts US-Drohungen gegen Kartelle
Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum forderte am Freitag eine engere Zusammenarbeit mit Washington, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, bald Angriffe auf Kartelle jenseits der Südgrenze zu starten.
Auf einer Pressekonferenz im Küstenstaat Guerrero bekräftigte Sheinbaum ihre Bereitschaft zu einer engeren Kooperation mit den USA im Kampf gegen den Drogenhandel. Trump hatte zuvor eine Militäroperation mit Angriffen auf mexikanisches Territorium angekündigt.
„Wir werden die Kommunikation intensivieren. Deshalb habe ich Außenminister Juan Ramón de la Fuente gebeten, sich mit dem US-Außenminister zu treffen. Vor drei Tagen sprach Außenminister Marco Rubio selbst von der guten Koordination. Es gibt eine Arbeitsgruppe, daher werden wir die Beziehungen und die von uns bereitgestellten Informationen weiter stärken – kurz gesagt, wir werden dafür sorgen, dass alle Informationen vorliegen“, sagte Sheinbaum.
Nach der US-Militäroperation in Venezuela am 3. Januar, die zur Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro führte, erklärte Trump, Mexiko sei das nächste Ziel von Angriffen gegen Drogenkartelle.
Trump behauptete, die Kartelle seien die eigentliche Macht in Mexiko und Sheinbaum sei nicht in der Lage, ihnen entgegenzutreten. Er kündigte an, Washington werde nun „mit Landangriffen beginnen“.
„Die Kartelle beherrschen Mexiko – es ist sehr, sehr traurig, das mitanzusehen und zu sehen, was mit diesem Land geschehen ist“, sagte er am Donnerstag in einem Interview.
Sheinbaum lehnt seit Langem den Einsatz ausländischer Truppen oder von ausländischen Mächten geführte Angriffe auf mexikanischem Boden ab.
Auf der Pressekonferenz am Freitag erklärte sie, Mexiko und die USA hielten an ihrem bestehenden Abkommen zur Bekämpfung des Drogenhandels fest.
Sie verwies auf die laufende Zusammenarbeit zwischen der mexikanischen Nationalgarde und Marine mit dem US-Nordkommando, die zu bedeutenden Schlägen gegen das organisierte Verbrechen und den Drogenhandel geführt habe, wie beispielsweise die kürzliche Sicherstellung von 1,6 Tonnen Kokain, nachdem dieses an der Pazifikküste des Landes angelandet war.
Auf die Frage von Journalisten, was ihre Regierung unternehmen würde, falls Trump den Dialog verweigere und Militäroffensiven auf mexikanischem Boden starte, schloss Sheinbaum jegliche Option jenseits der Zusammenarbeit aus.
„Wir wollen kein anderes Szenario in Betracht ziehen; vielmehr wollen wir innerhalb dieses Szenarios weiterarbeiten, um die Koordination im Rahmen der Verteidigung unserer Souveränität beider Seiten und der territorialen Integrität Mexikos weiter zu stärken“, fügte Sheinbaum hinzu.
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