Myanmar: 14 Tote nach einem Luftangriff auf ein Kloster
Ein Luftangriff, der der birmanischen Armee zugeschrieben wird, hat 14 Tote in einem Kloster im Zentrum des Landes gefordert, wo Zivilisten an einem Meditationsretreat teilnahmen. Die Tragödie ereignet sich, während die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung im Konflikt zwischen der Junta und ihren Gegnern weiter zunimmt.
Ein neuer tödlicher Angriff verdeutlicht die extreme Gewalt des Konflikts, der Myanmar verwüstet. Am Freitagmorgen traf ein Luftangriff ein Kloster in der Nähe von Myaung, während Zivilisten dort zu einem Meditationsretreat versammelt waren.
14 Personen wurden getötet, darunter 11 Männer und drei Frauen. Die Opfer waren zwischen 50 und 70 Jahre alt, so ein pro-demokratischer Rebellenführer, der an den Evakuierungsoperationen teilgenommen hat.
Zivilisten versammelt für ein Meditationsretreat
Das Kloster beherbergte ältere Personen, die während der buddhistischen Fastenzeit eine spirituelle Rückzugszeit verbringen wollten. Einige hatten geplant, mehrere Wochen im Meditationszentrum zu bleiben.
Laut vor Ort gesammelten Zeugenaussagen nahmen die Anwesenden nicht direkt an den Kämpfen teil.
Ein lokaler Kämpfer behauptet, dass der Angriff von einem zweiten Luftangriff gefolgt wurde, während Anwohner versuchten, den Opfern zu helfen. Diese Anschuldigungen konnten vorerst nicht unabhängig bestätigt werden.
Die birmanische Armee war nicht in der Lage, auf Anfragen zu diesem Angriff zu reagieren.
Ein weiteres Beispiel für Gewalt gegen Zivilisten
Dieser Luftangriff erfolgt vor dem Hintergrund einer Zunahme von Luftangriffen durch die Junta gegen Gebiete, die als günstig für ihre Gegner angesehen werden.
Der Konflikt brach in seiner aktuellen Form nach dem Militärputsch von 2021 aus, der die gewählte Regierung stürzte und einen umfassenden bewaffneten Widerstand im ganzen Land auslöste.
Seitdem stehen die Militärkräfte verschiedenen Rebellengruppen und bewaffneten Organisationen gegenüber, die unter anderem aus der pro-demokratischen Bewegung hervorgegangen sind.
Die Zivilbevölkerung gerät regelmäßig in die Quere dieser Auseinandersetzungen, was zu massiven Vertreibungen und erheblichen Zerstörungen in mehreren Regionen führt.
Über 100.000 Tote seit 2021
Die humanitäre Bilanz des Bürgerkriegs ist besonders schwer. Über 100.000 Menschen sollen seit Beginn des Konflikts getötet worden sein, unabhängig von der Seite.
Die Situation der Zivilisten weckt auch zunehmende Besorgnis in der internationalen Gemeinschaft. UN-Ermittler haben kürzlich einen Bericht veröffentlicht, der von einer Intensivierung der Luftangriffe der Armee auf die Zivilbevölkerung berichtet.
Die Zunahme der Luftangriffe ist einer der Hauptfaktoren für die Verschärfung der humanitären Krise, insbesondere in schwer zugänglichen Gebieten für humanitäre Organisationen.
Ein Krieg, der sich festfährt
Fünf Jahre nach dem Sturz der gewählten Regierung bleibt Myanmar in einer tiefen politischen und militärischen Krise gefangen. Die Armee behält die Kontrolle über einen Teil der wichtigsten Institutionen, sieht sich jedoch in vielen Regionen bewaffneter Opposition gegenüber.
Der Angriff auf das Kloster in Myaung fügt eine weitere Tragödie zu einem Konflikt hinzu, dessen Opfer größtenteils mit Unsicherheit, Zwangsvertreibungen und dem Verfall der Lebensbedingungen konfrontiert sind.
Das Schicksal der Zivilisten bleibt somit im Mittelpunkt internationaler Bedenken, während die Bombardierungen weiterhin Gebiete treffen, in denen nicht kämpfende Bevölkerungsgruppen leben oder Schutz suchen.
-
12:47
-
12:30
-
12:12
-
11:48
-
11:30
-
11:15
-
10:50
-
10:46
-
10:33
-
10:21
-
10:19
-
10:15
-
09:48
-
09:47
-
09:36
-
09:34
-
09:30
-
09:12
-
08:48
-
08:47
-
08:33
-
08:30
-
08:15
-
20:00
-
19:34
-
19:15
-
18:48
-
18:30
-
18:14
-
17:48
-
17:33
-
17:15
-
16:50
-
16:30
-
16:10
-
15:47
-
15:33
-
15:15
-
14:47
-
14:30
-
14:14
-
13:49
-
13:33
-
13:15
-
12:51