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Neue Welt für Nutzer und Marken: Werbung in KI-Chatbots

Sunday 15 February 2026 - 12:06
Neue Welt für Nutzer und Marken: Werbung in KI-Chatbots

Neue Welt für Nutzer und Marken: Werbung in KI-Chatbots

Die Einführung von Werbung und gesponserten Inhalten in Chatbots hat bei KI-Nutzern Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes hervorgerufen, während Marken darum kämpfen, in der schnelllebigen Online-Welt relevant zu bleiben.

Der ChatGPT-Entwickler OpenAI begann, Nutzern von kostenlosen und kostengünstigen Diensten Werbung in Chatbot-Konversationen anzuzeigen, um seine Ausgabenverpflichtungen in Milliardenhöhe durch neue Einnahmequellen auszugleichen.

Das Unternehmen erntete prompt Spott vom Konkurrenten Anthropic, der auf Sicherheit und Datensicherheit setzt.

Anthropics Werbespot, der während des Super Bowls der letzten Woche ausgestrahlt wurde, zeigte einen Mann, der eine Konversations-KI um Rat fragte. Diese fügte daraufhin Werbung für eine Dating-Plattform in ihre ansonsten relevante Antwort ein.

OpenAI-Chef Sam Altman konterte, der Clip sei „eindeutig irreführend“.

Neben OpenAI schaltet auch Microsoft seit 2023 kontextbezogene Werbung und gesponserte Inhalte in seinem KI-Assistenten Copilot.

Die KI-Suchmaschine Perplexity testet seit 2024 Werbung in den USA, während Google ebenfalls Werbung in den KI-„Übersichten“ testet, die seine gleichnamige Suchmaschine seit letztem Jahr anbietet.

Google hat wiederholt dementiert, Werbung in seinem Chatbot Gemini schalten zu wollen. Demis Hassabis, Leiter der KI-Abteilung DeepMind des Suchmaschinenriesen, erklärte, Werbung müsse „sehr sorgfältig behandelt werden“.

„Das Wichtigste bei KI ist Vertrauen in Sicherheit und Datenschutz, denn man möchte ja potenziell sein ganzes Leben mit diesem Assistenten teilen“, fügte er hinzu.

OpenAI hat versucht, die Nutzer zu beruhigen und versichert, dass die Antworten von ChatGPT nicht durch die Werbung beeinflusst werden. Diese wird neben den Konversationen angezeigt und nicht in diese integriert.

Das Unternehmen hat außerdem zugesichert, keine Nutzerdaten an Werbetreibende zu verkaufen.

KI-Unternehmen befürchten, dass der Verkauf von Werbung Nutzer abschrecken könnte, so Nate Elliott, Analyst beim US-amerikanischen Datenunternehmen Emarketer.

Doch „wenn es kostenlos ist, sind Sie das Produkt. Dieses Risiko ist uns allen mehr oder weniger bewusst“, sagte Jerome Malzac von der KI-Beratung Micropole.

„Wir akzeptieren es, weil wir darin einen Nutzen sehen.“

Sollte sich das bewahrheiten, werden Werbetreibende begeistert auf der KI-Welle reiten, die über die Internetnutzer weltweit hereinbricht.

 


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