X

Bildung eines ägyptisch-sudanesischen Arbeitsteams zum Wiederaufbau des Sudan

Bildung eines ägyptisch-sudanesischen Arbeitsteams zum Wiederaufbau des Sudan
Monday 24 February 2025 - 10:30
Zoom

Der ägyptische Außenminister Sameh Shoukry gab am Sonntag bekannt, dass Ägypten und der Sudan vereinbart hätten, eine gemeinsame Task Force einzurichten, die sich auf den Wiederaufbau des Sudan konzentrieren soll, sobald die Kämpfe im Land aufhören. Die Ankündigung folgte auf eine Pressekonferenz mit seinem sudanesischen Amtskollegen Ali Yusuf al-Sharif in Kairo im Anschluss an ein Treffen des politischen Konsultationsmechanismus zwischen den beiden Nationen.

Dieser Schritt erfolgte, nachdem die sudanesische Armee am Sonntag die Rückeroberung der Stadt Al-Qutaynah bekannt gegeben hatte, nachdem sie mehrere Einheiten der Rapid Support Forces, einer halbmilitärischen Miliz, zerstört hatte. Die Armee behauptete außerdem, einen Korridor zur Stadt Al-Obeid geöffnet zu haben. Der ägyptische Minister äußerte die Hoffnung, dass der Krieg im Sudan bald enden werde, und betonte, wie sehr die Ägypter unter der Situation zu leiden hätten.

Während der Konferenz sprach Abdel-Aty auch über die Fortsetzung der Gespräche zur bilateralen Zusammenarbeit, insbesondere in den Bereichen Handel, Kultur und Bildung. Besonderer Wert wurde auf die Organisation einer gemeinsamen ägyptisch-sudanesischen Kommission zur Stärkung der Handelskooperation gelegt.

In einer gemeinsamen Erklärung im Anschluss an das Treffen hieß es, beide Seiten hätten die Entwicklungen im Sudan erörtert. Dabei sei die Bedeutung der Wahrung der Einheit, Souveränität und territorialen Integrität des Landes betont und zugleich dazu aufgerufen, jegliche Einmischung von außen in die inneren Angelegenheiten des Sudan zu vermeiden. In der Erklärung wurde zudem die Notwendigkeit einer Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit in Fragen der Wasserressourcen hervorgehoben und bekräftigt, dass die Wasserversorgungssicherheit Ägyptens und des Sudans eng miteinander verknüpft ist.

Die Wasserfrage bleibt ein großer Reibereienpunkt zwischen Ägypten und Äthiopien. Der Grund dafür ist der Bau des Grand-Ethiopian-Renaissance-Staudamms am Nil, ein Projekt, das Ägypten als Bedrohung seiner Wassersicherheit betrachtet.

Fügen Sie Ihren Kommentar hinzu

300 / Verbleibende Zeichen 300
Veröffentlichungsbedingungen : Beleidigen Sie nicht den Autor, Personen, Heiligtümer, greifen Sie keine Religionen oder die Gottheit an, vermeiden Sie rassistische Anstiftung und Beleidigungen

Kommentare (0)

Die in den Kommentaren geäußerten Meinungen spiegeln nur die Meinungen ihrer Autoren wider und nicht die von Lou.Press

Mehr lesen