Der Wahlstreit in Südafrika stellt das Nominierungsverfahren auf die Probe
y nachdem die regierende Afrikanische Nationalkongress (ANC) und die Unabhängige Wahlkommission (IEC) über die Behauptungen, dass technische Probleme die Fähigkeit der Partei beeinträchtigt hätten, einige Kandidatenlisten rechtzeitig einzureichen, uneinig waren.
Die IEC wies die Anschuldigungen zurück, dass technische Schwierigkeiten mit ihrem elektronischen Nominierungssystem die ANC daran gehindert hätten, die gesetzliche Frist einzuhalten. Die Kommission erklärte, dass die Online-Nominierungsplattform während des gesamten Einreichungszeitraums, einschließlich am letzten Tag, als die Frist am 28. August 2026 um 17 Uhr ablief, zugänglich geblieben sei.
Die Wahlbehörde machte auch deutlich, dass sie politischen Parteien oder unabhängigen Kandidaten nach Ablauf der offiziellen Frist keine zusätzliche Zeit gewähren würde.
Die ANC räumte ein, dass eine begrenzte Anzahl von Nominierungen vor dem Stichtag nicht abgeschlossen worden war und führte die Situation auf technische Schwierigkeiten zurück, die am letzten Tag des Verfahrens aufgetreten waren. Die Parteisprecherin Mahlengi Bhengu sagte, dass die überwiegende Mehrheit der Kandidaten der Partei eingereicht worden sei und beschrieb die verbleibenden Fälle als technisches und administratives Problem.
Der Streit ist insbesondere im Eastern Cape von Bedeutung, wo Berichte darauf hindeuten, dass einige ANC-Kandidaten möglicherweise nicht erfolgreich für Wahlbezirke und proportionalen Vertretungswettbewerbe in mehreren Gemeinden registriert wurden.
Der Generalsekretär der ANC, Fikile Mbalula, hatte zuvor Berichte zurückgewiesen, dass die Partei die Frist verpasst habe, und betont, dass alle Kandidaten eingereicht worden seien und die erforderlichen Zahlungen bereits geleistet worden seien.
Die IEC betonte, dass die politischen Parteien bereits ab dem 21. Juni mit der Einreichung von Kandidateninformationen beginnen konnten, was ihnen zusätzliche Zeit gab, um ihre Listen vor dem formalen Nominierungszeitraum vorzubereiten.
Die Uneinigkeit kommt, während Südafrika sich auf die Kommunalwahlen am 4. November vorbereitet, wobei die politischen Parteien einem zunehmend wettbewerbsintensiven Wahlumfeld gegenüberstehen. Die Kandidatenlisten werden voraussichtlich eine zentrale Rolle bei den Wahlvorbereitungen und der Zuteilung lokaler politischer Vertretung spielen.
Zwischen 28,5 Millionen und 30 Millionen Wähler werden voraussichtlich teilnehmen, darunter etwa 2,9 Millionen neu registrierte Wähler. Insgesamt nehmen 674 politische Parteien am Wahlprozess teil, was die zunehmend fragmentierte Natur der politischen Landschaft Südafrikas verdeutlicht.
Junge Wähler rücken ebenfalls in den Fokus der politischen Parteien. Die IEC berichtete im Juni, dass mehr als 70 Prozent der jungen Menschen, die wahlberechtigt geworden sind, nicht im Wählerverzeichnis registriert sind, was die Parteien dazu veranlasst, zu überdenken, wie sie mit jüngeren Generationen vor den Wahlen kommunizieren.
Die Kommission bereitet sich auch auf das vor, was die größte Kommunalwahl des Landes in Bezug auf die Anzahl der Kandidaten werden könnte. Mehr als 100.000 Nominierungen könnten in mehr als 4.468 Wahlbezirken eingereicht werden, verglichen mit rund 95.000 Kandidaten bei den Kommunalwahlen 2021.
Öffentliches Vertrauen und politische Vertretung bleiben breitere Herausforderungen. Eine aktuelle Ipsos-Umfrage ergab, dass etwa 47 Prozent der Südafrikaner glauben, dass keine der politischen Parteien ihre Ansichten angemessen vertritt.
Vor diesem Hintergrund fügt der Streit über die Kandidatennominierungen einer bereits genau beobachteten Wahlprozesses eine weitere Druckschicht hinzu. Die Fähigkeit der politischen Parteien, ihre Nominierungen korrekt und rechtzeitig abzuschließen, könnte entscheidend dafür sein, wie wettbewerbsfähig sie sind, wenn die Wähler im November an die Urnen gehen.
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