Gulf-Kandidat taucht als potenzieller Herausforderer von Infantino bei der FIFA-Wahl auf
Unter den diskutierten Namen befindet sich Sheikh Salman bin Ibrahim Al Khalifa, Präsident der Asiatischen Fußballkonföderation (AFC) und erster Vizepräsident der FIFA. Seine Position innerhalb der asiatischen und globalen Fußballstrukturen, kombiniert mit seiner umfangreichen Erfahrung in der Fußballadministration, könnte ihn zu einem bedeutenden potenziellen Rivalen für Infantino machen. Spekulationen über Sheikh Salman kommen inmitten wachsender Spannungen zwischen der AFC und der FIFA-Führung auf. Die Beziehungen wurden durch Meinungsverschiedenheiten über die Governance und einen Vorschlag namens FIFA Forward Enterprise beeinträchtigt, der Pläne beinhaltete, privaten Investoren einen Anteil an den kommerziellen Rechten der FIFA-Wettbewerbe anzubieten. Der Vorschlag stieß auf Kritik von mehreren großen Konföderationen. Die AFC, UEFA und CONCACAF gehörten zu den Organisationen, die Bedenken äußerten und eine genauere Prüfung der Governance-Mechanismen der FIFA forderten. Ihre Opposition hob breitere Debatten darüber hervor, wie Entscheidungen über die kommerziellen und finanziellen Aktivitäten des internationalen Verbands getroffen werden sollten. Sheikh Salman hat eine klare Position zu dem Thema eingenommen, die Art und Weise, wie der Vorschlag präsentiert wurde, in Frage gestellt und das kritisiert, was er als unzureichende Konsultation mit den Mitgliedsverbänden der FIFA bezeichnete. Die AFC schloss sich daraufhin den Forderungen nach einer dringenden Überprüfung der Governance-Vereinbarungen innerhalb des globalen Fußballverbands an. Der bahrainische Offizielle hat beträchtliche Erfahrung in der internationalen Fußballadministration. Er leitet die AFC seit 2013 und wurde 2023 für eine dritte Amtszeit bis 2027 wiedergewählt. Seine frühere Erfahrung im Rennen um die FIFA-Präsidentschaft könnte ihm ebenfalls einen Vorteil verschaffen, falls er sich erneut zur Wahl stellt. Sheikh Salman stellte sich 2016 bereits für die höchste Position der FIFA zur Wahl, als er einer der führenden Kandidaten war, die Sepp Blatter ersetzen wollten. Er verlor letztendlich die Wahl gegen Infantino, der seine Position an der Spitze des Weltfußballs weiter festigte. Eine neue Herausforderung würde in einem erheblich anderen politischen und institutionellen Umfeld stattfinden. Infantino hat die kommerziellen Reichweiten der FIFA während seiner Präsidentschaft gestärkt, indem er die Expansion großer Wettbewerbe überwachte und neue Einnahmequellen suchte. Gleichzeitig bleiben Fragen zur Governance, finanziellen Transparenz und zur Verteilung der kommerziellen Vorteile des Fußballs Themen von Debatten unter den Mitgliedsverbänden und Konföderationen. Eine weitere Person, die möglicherweise mit dem Präsidentschaftswettbewerb verbunden ist, ist der CONCACAF-Präsident Victor Montagliani. Der kanadische Fußballadministrator hat eine starke Position innerhalb der FIFA aufgebaut und stellt eine weitere mögliche Alternative zu Infantino dar, falls sich die Wahl zu einem breiteren Wettkampf entwickelt. Das Auftauchen potenzieller Herausforderer könnte die kommenden Monate für die FIFA besonders wichtig machen. Konföderationen, die verschiedene Regionen der Welt vertreten, werden voraussichtlich ihre Optionen prüfen, bevor sie entscheiden, ob sie einen alternativen Kandidaten unterstützen oder ihre Unterstützung für den Amtsinhaber aufrechterhalten. Der Zeitplan für die Wahl wird auch allmählich das Feld verengen. Kandidaten, die um die FIFA-Präsidentschaft antreten möchten, müssen ihre Nominierungen bis zum 18. November 2026 einreichen. Die Wahl selbst ist für den 18. März 2027 in Rabat, Marokko, angesetzt. Die Wahl von Rabat als Veranstaltungsort verleiht der bevorstehenden Wahl zusätzliches Gewicht, da Marokko seine Position im internationalen Fußball weiter stärkt. Das Land bereitet sich auch darauf vor, die FIFA-Weltmeisterschaft 2030 gemeinsam mit Spanien und Portugal auszurichten, was ihm eine zunehmend herausragende Rolle in den globalen Fußballangelegenheiten verleiht. Für den Moment bleibt Sheikh Salmans potenzielle Kandidatur Teil einer sich entwickelnden politischen Landschaft und nicht eine bestätigte Herausforderung. Dennoch machen ihn seine hohe Position innerhalb der FIFA, die Leitung der AFC und seine frühere Präsidentschaftserfahrung zu einer der am genauesten beobachteten Figuren, während der Kampf um die Nachfolge Gestalt annimmt.
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