Internationaler Bericht: Marokko wird 2025 zweitgrößter Militärausgeber Afrikas sein
Laut einem Bericht des Stockholmer Internationalen Friedensforschungsinstituts (SIPRI) ist Marokko im Hinblick auf die Militärausgaben bis 2025 auf den zweiten Platz in Afrika aufgestiegen. Dies geschieht in einem globalen Kontext, der von verstärkter Aufrüstung und zunehmenden geopolitischen Spannungen geprägt ist.
Der Bericht zeigt, dass Marokkos Militärausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 % gestiegen sind. Dies bestätigt den Aufwärtstrend der Verteidigungsbudgets auf dem afrikanischen Kontinent und weltweit.
Auf afrikanischer Ebene führt Algerien mit einem geschätzten Verteidigungsbudget von 25,4 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 11 %, gefolgt von Marokko auf dem zweiten Platz. Die Militärausgaben des gesamten afrikanischen Kontinents erreichten 2025 58,2 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 8,5 %, was die wachsenden Sicherheitsherausforderungen in mehreren Regionen widerspiegelt.
Weltweit erreichten die Militärausgaben rund 2,9 Billionen US-Dollar und verzeichneten damit das elfte Jahr in Folge einen Anstieg. Dieser Trend bestätigt laut dem Stockholmer Internationalen Friedensforschungsinstitut (SIPRI) die anhaltende Beschleunigung des internationalen Wettrüstens.
Der Bericht hebt hervor, dass die USA, China und Russland mit geschätzten 1,48 Billionen US-Dollar mehr als die Hälfte der weltweiten Militärausgaben tragen. Die USA bleiben mit 954 Milliarden US-Dollar der größte Investor im Verteidigungsbereich, trotz eines Rückgangs von 7,5 % aufgrund reduzierter Militärhilfe für die Ukraine.
In Europa stiegen die Militärausgaben um 14 % auf 864 Milliarden US-Dollar. Dies ist direkt auf den Krieg in der Ukraine und die Debatten innerhalb der NATO über die Verteilung der Sicherheitslasten zurückzuführen. Russland erhöhte sein Militärbudget auf 190 Milliarden US-Dollar, während die Ukraine einen Anstieg um 20 % auf 84,1 Milliarden US-Dollar verzeichnete, was fast 40 % ihres BIP entspricht.
Auch Länder wie Deutschland und Spanien haben ihre Militärbudgets angesichts der beschleunigten Aufrüstung in Europa als Reaktion auf die Sicherheitsunsicherheiten erhöht.
Lorenzo Scarazzato, Forscher am Stockholmer Internationalen Friedensforschungsinstitut (SIPRI), wies darauf hin, dass die globalen Militärausgaben den höchsten Stand seit 2009 erreicht haben. Dies spiegele die sich verschlechternde Sicherheitslage und die Verschärfung strategischer Rivalitäten wider.
In diesem Kontext unterstreicht Marokkos Position seine wachsende Bedeutung in der regionalen Sicherheitsdynamik, insbesondere angesichts der zunehmenden Instabilität des internationalen Umfelds, in der viele Länder ihre Verteidigungskapazitäten verstärken.
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