Marokko belegt den 43. Platz im globalen Cybersecurity-Ranking 2026
Marokko hat seine Position in der globalen Cybersecurity-Landschaft gestärkt und belegt den 43. Platz von 155 Ländern im Cybersecurity-Ranking 2026, das von der estnischen e-Governance-Akademie veröffentlicht wurde. Das Land erzielte 79,17 Punkte von 100, was auf die fortlaufende Entwicklung seiner digitalen Sicherheitsinfrastruktur und institutionellen Rahmenbedingungen hinweist.
Das Ranking hebt die Fortschritte Marokkos beim Schutz kritischer Infrastrukturen, der Stärkung der Cybersecurity-Gesetzgebung und der Entwicklung nationaler Fähigkeiten zur Reaktion auf zunehmend raffinierte digitale Bedrohungen hervor.
Ein zentrales Element des Cybersecurity-Rahmenwerks Marokkos ist die Rolle der Generaldirektion für die Sicherheit von Informationssystemen (DGSSI), unterstützt durch das Gesetz Nr. 05.20 zur Cybersecurity. Verschiedene spezialisierte Institutionen tragen ebenfalls zum Schutz nationaler digitaler Systeme und zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit des Landes gegen Cyberangriffe bei.
Auf internationaler Ebene belegte Albanien den ersten Platz, gefolgt von Kanada und Finnland. Deutschland, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten wurden ebenfalls als Länder anerkannt, die über Cybersecurity-Fähigkeiten verfügen. Kanada erzielte 96,67 Punkte, während Finnland 95,83 Punkte erreichte.
Die Bewertung basierte auf 49 Indikatoren, die 12 Bereiche abdeckten und in drei Hauptdimensionen gruppiert waren: strategische Cybersecurity, präventive Sicherheit und die Fähigkeit, auf Cyberbedrohungen und -herausforderungen zu reagieren.
Die Bewertung untersuchte eine Vielzahl von Faktoren, darunter nationale Gesetzgebung, spezialisierte Cybersecurity-Einheiten, Notfallreaktionsmechanismen, internationale Zusammenarbeit, Bildung und Forschung im Bereich digitale Sicherheit.
Der 43. Platz Marokkos bringt es vor mehrere Länder aus Europa, Amerika, Afrika und Asien. Brasilien belegte den 56. Platz, China den 61. Platz mit 69,17 Punkten, während Norwegen und die Schweiz die 46. und 47. Plätze einnahmen.
Die Ergebnisse weisen auf die Entwicklung eines regulatorischen und institutionellen Umfelds hin, das darauf abzielt, die digitale Resilienz Marokkos zu stärken. Der Schutz kritischer Informationsinfrastrukturen gehört zu den Bereichen, die besondere Aufmerksamkeit erhalten, neben sicheren digitalen Identitätssystemen und dem Schutz personenbezogener Daten.
Die Nationale Kommission für den Schutz personenbezogener Daten (CNDP) spielt ebenfalls eine wichtige Rolle in den Bemühungen des Landes, personenbezogene Informationen zu schützen und das Vertrauen in digitale Dienste zu stärken.
Marokko hat auch in die Sensibilisierung für Cybersecurity und die Bedrohungsüberwachung investiert. Initiativen wie die e-Himaya-Plattform tragen dazu bei, das öffentliche Bewusstsein für digitale Risiken zu schärfen und sicherere Online-Praktiken zu fördern.
Bildung und berufliche Weiterbildung stellen einen weiteren wichtigen Bestandteil der Cybersecurity-Strategie des Landes dar. Marokkanische Universitäten haben zunehmend spezialisierte Programme und Postgraduiertenstudiengänge im Bereich Cybersecurity eingeführt, um einen Pool von Fachleuten zu entwickeln, die in der Lage sind, aufkommende digitale Bedrohungen zu bewältigen.
Das Ranking hebt jedoch die Notwendigkeit weiterer Investitionen hervor. Da Cyberangriffe raffinierter werden und die digitale Infrastruktur wächst, erfordert die Aufrechterhaltung einer starken Cybersecurity ständige Verbesserungen in Technologie, Gesetzgebung, Fähigkeiten und internationaler Zusammenarbeit.
Die Position Marokkos im Ranking 2026 spiegelt daher den Fortschritt in seinem Cybersecurity-Ökosystem wider und unterstreicht gleichzeitig die Bedeutung, diese Bemühungen aufrechtzuerhalten. Die Stärkung nationaler Fachkenntnisse und die Anpassung der Sicherheits Systeme an aufkommende Bedrohungen werden entscheidend bleiben, während das Land seine digitale Transformation fortsetzt.
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