US-Armee wählt südkoreanischen K9-Haubitze für mobiles Artillerieprogramm aus
Die United States Army hat das südkoreanische Verteidigungsunternehmen Hanwha Aerospace ausgewählt, um Prototypen selbstfahrender K9-Haubitzen im Rahmen eines neuen Vorhabens zu liefern, ein hochmobiles 155-mm-Artilleriesystem zu entwickeln.
Im Rahmen der Vereinbarung wird Hanwha Defense USA, die amerikanische Tochtergesellschaft des Unternehmens, sechs Prototyp-Plattformen basierend auf dem K9-System bereitstellen. Der Vertrag umfasst auch eine Option für weitere 12 Prototypen, wodurch der potenzielle Wert des Deals auf etwa 233 Millionen Dollar steigt.
Die Prototypen werden für das Mobile Tactical Cannon-Programm der Army entwickelt, das darauf abzielt, den Truppen eine moderne Artillerieplattform zu bieten, die in der Lage ist, sich schnell zu bewegen und gleichzeitig Unterstützung aus großer Entfernung zu leisten.
Nach der Lieferung wird erwartet, dass die Systeme Tests unter der Leitung von Soldaten durchlaufen. Die Versuche werden die Leistung, Zuverlässigkeit, Wartungsfreundlichkeit und die Fähigkeit der Fahrzeuge bewerten, unter simulierten Kampfbedingungen zu arbeiten.
Die Entscheidung stellt einen weiteren Schritt in den Bemühungen von Hanwha Aerospace dar, die internationale Präsenz der K9-Plattform auszubauen. Die selbstfahrende Haubitze wurde bereits von mehreren Ländern ausgewählt oder vertraglich gebunden, darunter NATO-Mitglieder wie Polen, Norwegen, Finnland und Rumänien.
Der K9 ist um eine Kettenplattform herum konstruiert, die Mobilität mit einer 155-mm-Artilleriefähigkeit kombiniert. Ihre Einführung durch mehrere Streitkräfte hat sie zu einem der prominentesten Verteidigungsexporte Südkoreas gemacht.
Hanwha erwägt auch, die amerikanischen Prototypen in einer Anlage in Alabama zu produzieren. Die lokale Produktion könnte die Position des Unternehmens auf dem US-Verteidigungsmarkt stärken und gleichzeitig die breiteren Bemühungen Washingtons unterstützen, die nationale Verteidigungsproduktion und die Resilienz der Lieferkette auszubauen.
Für die US-Armee kommt das Programm, während Militärplaner verstärkt Wert auf mobile Artilleriesysteme legen, die in umkämpften Umgebungen operieren können. Die modernen Bedingungen auf dem Schlachtfeld haben die Bedeutung von Mobilität, schneller Bereitstellung und der Fähigkeit zur Verlegung von Artillerieeinheiten nach dem Feuer erhöht.
Die Prototypenphase wird daher wichtig sein, um zu bestimmen, ob das auf K9 basierende Design die operativen Anforderungen der Army erfüllen kann. Das Feedback der Soldaten und die Testergebnisse werden helfen, die Eignung des Systems für mögliche zukünftige Beschaffungen zu bestimmen.
Die Vereinbarung hebt auch die wachsende verteidigungsindustrielle Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten und Südkorea hervor. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern hat sich über traditionelle Sicherheitspartnerschaften hinaus auf Bereiche wie die Produktion fortschrittlicher Waffen, Technologie und militärische Ausrüstung ausgeweitet.
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