Japan bereitet Mission zur Erforschung der Monde des Mars vor
Japan bereitet eine ehrgeizige Raumfahrtmission vor, die darauf abzielt, den Mars und seine beiden kleinen Monde, Phobos und Deimos, zu studieren. Die Marsmond-Explorationsmission (MMX) soll die Ursprünge der Monde untersuchen und Material sammeln, das neue Hinweise auf die frühe Geschichte des Sonnensystems liefern könnte.
Unter der Leitung der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) umfasst die Mission internationale Zusammenarbeit mit dem französischen Nationalen Zentrum für Raumstudien (CNES), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der NASA. Die Raumsonde soll 2026 vom Tanegashima Space Center in Japan gestartet werden, mit einer Rückkehr zur Erde, die für 2031 geplant ist.
Ein zentrales Ziel von MMX ist es, auf Phobos zu landen und mehr als 10 Gramm Boden und Gestein zu sammeln. Der französisch-deutsche Rover IDEFIX wird ebenfalls die Oberfläche des Mondes untersuchen und dessen Zusammensetzung sowie geologische Eigenschaften analysieren.
Die Raumsonde wird zudem Deimos durch eine Reihe von engen Überflügen beobachten. Im Gegensatz zu Phobos wird jedoch nicht erwartet, dass sie auf Deimos landet, bevor sie ihre Rückreise zur Erde antritt. Die Probenrückführkapsel soll im Juli 2031 in Australien landen.
Wissenschaftler hoffen, dass die Mission helfen wird, eine seit langem bestehende Frage zu den Ursprüngen der Marsmonde zu klären. Eine Theorie besagt, dass Phobos und Deimos aus Material entstanden sind, das durch einen massiven Aufprall auf den Mars erzeugt wurde, während eine andere vorschlägt, dass es sich um Asteroiden handelt, die von der Schwerkraft des Planeten eingefangen wurden.
Die Bestimmung ihrer Ursprünge könnte wertvolle Informationen über die Bildung und Evolution des Sonnensystems sowie die Entwicklung von Gesteinsplaneten liefern. Proben von Phobos könnten auch uraltes Material enthalten, das Forschern helfen könnte, zu untersuchen, wie Wasser, organische Verbindungen und andere flüchtige Substanzen durch das innere Sonnensystem transportiert wurden.
Die Mission hat Ziele, die über das Studium der Monde selbst hinausgehen. Forscher sind auch an Phobos als potenziellem Ausgangspunkt für zukünftige Erkundungen rund um den Mars interessiert. MMX wird Daten über die Strahlungsumgebung rund um den Planeten sammeln, ein wichtiger Aspekt für zukünftige bemannte Missionen.
Japan hat beträchtliche Erfahrung in der Rückführung extraterrestrischer Proben. Die Hayabusa2-Mission des Landes brachte 2020 erfolgreich Material vom Asteroiden Ryugu zur Erde zurück und lieferte wertvolle technologische und wissenschaftliche Erfahrungen für das MMX-Projekt.
Die Mission erfolgt, während mehrere Raumfahrtagenturen ihre Bemühungen zur Untersuchung des Mars und seiner Umgebung intensivieren. Durch die Rückführung von Proben von Phobos zur Erde hoffen Japan und seine internationalen Partner, Wissenschaftlern eine beispiellose Gelegenheit zu bieten, die Geschichte des Mars und die breiteren Prozesse, die das planetarische System geformt haben, zu untersuchen.
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