Marokkaner führen ausländische Wohnungskäufer in Spanien an
Marokkanische Staatsangehörige haben ihre Position auf dem spanischen Wohnimmobilienmarkt gestärkt und sind laut aktuellen Zahlen des spanischen Generalrats der Notare die führende ausländische Nationalität in Bezug auf Wohnungskäufe.
Die Daten heben die wachsende Bedeutung der marokkanischen Gemeinschaft im spanischen Wohnungssektor hervor, wo Immobilienkäufe durch eine Kombination aus dauerhaftem Aufenthalt, Familienbedürfnissen und in einigen Fällen Investitionen vorangetrieben werden.
Marokkanische Käufer erwarben 10.808 Wohnungen in ganz Spanien im Jahr 2025. Die Transaktionen waren relativ gleichmäßig über das Jahr verteilt, mit 5.654 Käufen im ersten Halbjahr und weiteren 5.154 im zweiten Halbjahr.
Wenn alle ausländischen Käufer berücksichtigt werden, einschließlich sowohl ansässiger als auch nicht ansässiger, belegten Marokkaner im zweiten Halbjahr 2025 den zweiten Platz. Ihre 5.154 Käufe machten etwa 7,7 % der 66.629 von ausländischen Staatsangehörigen in diesem Zeitraum erworbenen Wohnungen aus.
Britische Käufer lagen mit 5.178 Transaktionen knapp vorne, nur 24 mehr als marokkanische Käufer. Italiener folgten mit 4.397 Käufen, während deutsche Staatsangehörige 4.351 verzeichneten.
Das Bild ändert sich erheblich, wenn die Analyse sich ausschließlich auf ausländische Bewohner in Spanien konzentriert. In dieser Kategorie belegten marokkanische Staatsangehörige den ersten Platz und machten 12,1 % aller Wohnungskäufe von ausländischen Bewohnern im zweiten Halbjahr 2025 aus.
Die Zahlen zeigen auch starke regionale Konzentrationen. In Murcia machten marokkanische Bewohner 35,1 % der von ausländischen Bewohnern getätigten Wohnungskäufe aus, der höchste Anteil unter den Regionen Spaniens. Ihr Anteil erreichte 32,1 % in Navarra, 25,8 % in La Rioja und 23,1 % in Extremadura.
Marokkanische Käufer stellten auch einen signifikanten Anteil der Käufe von ausländischen Bewohnern in Aragonien dar, wo sie 21,9 % ausmachten, und in Kastilien-La Mancha, wo ihr Anteil bei 19,1 % lag.
Ihr Einfluss erstreckt sich über Regionen hinaus, die traditionell mit großen marokkanischen Gemeinschaften assoziiert sind. In Andalusien machten marokkanische Bewohner 18,3 % der von ausländischen Bewohnern getätigten Wohnungskäufe aus, während ihr Anteil in Katalonien bei 11,2 % lag.
Die Zahlen unterstreichen die zunehmend bedeutende Rolle, die die marokkanische Gemeinschaft auf dem spanischen Wohnungsmarkt spielt. In mehreren Regionen sind marokkanische Käufer nicht mehr einfach eine ausländische Gruppe unter vielen, sondern haben sich zu einem wichtigen Bestandteil der Gesamtnachfrage entwickelt.
Die relativ kleine Lücke zwischen marokkanischen und britischen Käufen unter allen ausländischen Käufern verdeutlicht auch die sich verändernde Zusammensetzung des internationalen Immobilienmarktes in Spanien. Während britische Staatsangehörige weiterhin führen, wenn ansässige und nicht ansässige Käufer kombiniert werden, nehmen marokkanische Käufer unter ausländischen Bewohnern eine besonders starke Position ein.
Der Trend spiegelt die langjährige Präsenz der marokkanischen Gemeinschaft in Spanien und ihre wachsende wirtschaftliche und soziale Integration wider. Für viele Haushalte ist der Kauf eines Hauses eng mit einer langfristigen Ansiedlung und familiärer Stabilität verbunden, nicht ausschließlich mit dem Besitz von Zweitwohnungen oder saisonalen Investitionen.
Der Immobilienmarkt Spaniens spiegelt daher weiterhin breitere demografische und wirtschaftliche Veränderungen wider, wobei marokkanische Bewohner eine zunehmend einflussreiche Gruppe in der Wohnungsnachfrage in mehreren Regionen werden.
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