Nordkorea feuert mutmaßliche ballistische Rakete ins Meer
Nordkorea hat am Mittwoch eine mutmaßliche ballistische Rakete ins Meer abgefeuert, wie das japanische Verteidigungsministerium mitteilte. Dies markiert den zweiten gemeldeten Start dieser Art von Waffe innerhalb weniger Tage.
Japanische Behörden gaben an, dass die mutmaßliche Rakete ins Meer gefallen sei. Auch Südkoreas Militär berichtete von einem nicht identifizierten Projektil, das von der östlichen Küste Nordkoreas abgefeuert wurde.
Der Start erfolgt nur wenige Tage, nachdem Südkorea und die Vereinigten Staaten angekündigt hatten, in der kommenden Woche mit ihren jährlichen gemeinsamen Militärübungen zu beginnen. Diese Übungen, bekannt als Ulchi Freedom Shield, sollen die Bereitschaft der Verbündeten zur Reaktion auf potenzielle Sicherheitsbedrohungen auf der koreanischen Halbinsel stärken.
Pjöngjang hat die Übungen seit langem kritisiert und große südkoreanisch-amerikanische Militärmanöver als Vorbereitungen für eine mögliche Invasion bezeichnet. Frühere Übungen wurden häufig von starken Erklärungen nordkoreanischer Behörden und in einigen Fällen von Waffentests gefolgt.
Der letzte Start folgt auch einem weiteren ballistischen Raketen-Test, der in der Vorwoche von Südkorea, den Vereinigten Staaten und Japan festgestellt wurde. Dieser Start betraf eine Kurzstreckenrakete und wurde als Nordkoreas erste gemeldete Aktivität mit ballistischen Waffen seit Ende Juni angesehen.
Die wiederholten Raketenstarts werden voraussichtlich die Spannungen in Nordost-Asien erhöhen, während Seoul und Washington sich auf ihre jährlichen Militärübungen vorbereiten. Japan, Südkorea und die Vereinigten Staaten überwachen weiterhin genau die militärischen Aktivitäten Nordkoreas und koordinieren ihre Reaktionen auf Entwicklungen im Zusammenhang mit Pjöngjangs Raketen- und Nuklearprogrammen.
Nordkorea hatte den neuesten gemeldeten Start zunächst nicht bestätigt. Das Land gibt oft einen Tag nach den Tests Informationen über Waffentests bekannt, obwohl der Zeitpunkt und die Einzelheiten der offiziellen Ankündigungen variieren können.
Der letzte Vorfall hebt die anhaltenden Sicherheits Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hervor, wo Militärübungen, Raketenstarts und konkurrierende Sicherheitsstrategien regelmäßig zu erhöhten regionalen Bedenken beitragen.
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