Stillen: WHO fordert stärkere Unterstützung für Mütter
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert während der Weltstillwoche eine stärkere Unterstützung für Mütter und betont, dass Stillen, obwohl es ein natürlicher Prozess ist, oft Anleitung und professionelle Hilfe benötigt.
Die Organisation hebt hervor, dass viele Frauen früher als beabsichtigt mit dem Stillen aufhören, aufgrund von Erschöpfung, unzureichenden Informationen, widersprüchlichen Ratschlägen oder einem Mangel an adäquater Unterstützung. Die WHO empfiehlt, in den ersten sechs Lebensmonaten eines Babys ausschließlich zu stillen, da Muttermilch essentielle Nährstoffe liefert, das Immunsystem des Säuglings durch Antikörper stärkt und zur gesunden Entwicklung beiträgt.
Stillen ist auch mit langfristigen Gesundheitsvorteilen für Mütter verbunden, einschließlich eines geringeren Risikos für bestimmte Krankheiten wie Brustkrebs. Für Kinder kann es helfen, das Risiko von Fettleibigkeit zu senken und das allgemeine Wohlbefinden in der frühen Kindheit zu unterstützen.
Gesundheitsexperten weisen darauf hin, dass professionelle Unterstützung für alle Mütter wertvoll sein kann, auch für diejenigen, die bereits Erfahrungen mit dem Stillen gemacht haben. Jedes Baby hat unterschiedliche Bedürfnisse, und die Beratung durch qualifizierte Fachleute sollte als normaler Teil des Prozesses betrachtet werden, anstatt als Zeichen von Schwierigkeiten.
Die WHO betont auch die Bedeutung der Schaffung eines unterstützenden Umfelds rund um das Stillen. Familien, Gesundheitsarbeiter und Arbeitgeber haben alle eine Rolle dabei, Mütter zu unterstützen, wenn sie sich entscheiden, weiterhin zu stillen. Die Organisation ermutigt Arbeitsplätze, geeignete Einrichtungen bereitzustellen und das Bewusstsein zu fördern, um sozialen Druck und Stigmatisierung rund um das Stillen zu reduzieren.
Experten betonen, dass Unterstützung geplant werden sollte, bevor Herausforderungen nach der Geburt auftreten. Der Zugang zu zuverlässigen Informationen, professioneller Anleitung und einem fürsorglichen Umfeld bleibt entscheidend für den Schutz der Mütter- und Säuglingsgesundheit weltweit.
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