Südsudan: Über 700.000 Vertriebene durch Konflikte und Überschwemmungen
Die Vereinten Nationen haben bekannt gegeben, dass im Südsudan bis 2025 aufgrund anhaltender bewaffneter Auseinandersetzungen und verheerender Überschwemmungen rund 715.000 Menschen vertrieben werden. Diese alarmierende humanitäre Lage verschärft sich in einem der fragilsten Staaten der Welt weiter.
Laut einer Erklärung des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) hat die Wiederaufnahme der Kämpfe am 29. September fast 100.000 Menschen in mehreren Bezirken vertrieben, die Mehrheit davon Frauen, Kinder und ältere Menschen. Die Verschärfung der Kämpfe, einschließlich Luftangriffen im Bundesstaat Jonglei, hat viele Bewohner zur Flucht gezwungen.
OCHA gibt an, dass die meisten Vertriebenen in abgelegenen Gebieten Zuflucht suchen, die für humanitäre Hilfe schwer zugänglich sind, während andere in Nachbarstaaten Asyl suchen. Diese Zersplitterung erschwert die humanitäre Hilfe zusätzlich, die durch die anhaltende Unsicherheit ohnehin geschwächt ist.
Die UN-Organisation warnt zudem vor den direkten Auswirkungen dieser Situation auf humanitäre Einsätze. Im nördlichen Bundesstaat Jonglei mussten mehrere Organisationen aufgrund der sich verschlechternden Sicherheitslage ihr Personal umverteilen. Andere setzen ihre Arbeit mit lokalen Teams fort, haben aber zunehmend Schwierigkeiten, Gesundheitszentren zu versorgen und die Aufrechterhaltung grundlegender Dienstleistungen zu gewährleisten.
Diese neue Welle von Massenvertreibungen trifft den Südsudan, der weiterhin mit akuter Ernährungsunsicherheit, der Ausbreitung von Krankheiten und den anhaltenden Folgen der Überschwemmungen des Vorjahres zu kämpfen hat. Die Vereinten Nationen warnen vor einer weiteren Verschlechterung der humanitären Lage, sollten Gewalt und klimabedingte Katastrophen anhalten, und fordern sicheren humanitären Zugang sowie verstärkte Bemühungen zum Schutz der Zivilbevölkerung.
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