UN-Chef fordert entschiedeneres Vorgehen gegen Islamophobie
UN-Chef fordert entschiedeneres Vorgehen gegen Islamophobie
UN-Generalsekretär António Guterres erklärte am Sonntag, dass Muslime weltweit weiterhin Diskriminierung und Ausgrenzung erfahren. Er rief Regierungen und Gesellschaften dazu auf, verstärkt gegen Islamophobie vorzugehen.
In einer Videobotschaft, die auf X zum Internationalen Tag gegen Islamophobie veröffentlicht wurde, sagte Guterres, dass die rund zwei Milliarden Muslime weltweit aus verschiedenen Regionen und Kulturen stammen, aber häufig institutioneller Diskriminierung und sozialen Barrieren ausgesetzt sind.
Er sagte, Muslime seien oft mit „sozioökonomischer Ausgrenzung, voreingenommener Einwanderungspolitik sowie ungerechtfertigter Überwachung und Profilerstellung“ konfrontiert und warnte, dass diese Entwicklungen durch anti-muslimische Rhetorik und Hass angeheizt würden.
Guterres wies darauf hin, dass die Verbreitung von Hassrede zu Belästigung und Gewalt gegen Einzelpersonen und Gotteshäuser führen kann.
Der UN-Chef forderte die Regierungen zum Handeln auf und appellierte an sie, konkrete Schritte zur Bekämpfung von Hassrede, zum Schutz der Religionsfreiheit und zur Einhaltung internationaler Menschenrechtsnormen zu unternehmen.
Er erklärte, Online-Plattformen müssten gegen Belästigung und Hassrede vorgehen, die sich gegen Menschen aufgrund ihrer Religion oder Weltanschauung richten, und gleichzeitig die Menschen ermutigen, sich gegen Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung auszusprechen.
Guterres erinnerte daran, dass er im Mai 2025 den Hohen Repräsentanten der Allianz der Zivilisationen zum UN-Sondergesandten zur Bekämpfung der Islamfeindlichkeit ernannt hatte, um die globale Reaktion zu verstärken.
„An diesem Internationalen Tag gegen Islamfeindlichkeit bekräftigen wir unser Engagement für die Gleichheit, die Menschenrechte und die Würde jedes Menschen, ungeachtet seines Glaubens“, sagte er. „Lasst uns die Geißel der Islamfeindlichkeit aus allen Ländern und Gemeinschaften verbannen.“
Bei einem Terroranschlag am 15. März 2019 in der Al-Noor-Moschee und dem Linwood Islamic Centre in Neuseeland wurden 51 Menschen getötet und 40 weitere verletzt.
Die UN-Generalversammlung verabschiedete 2022 im Konsens eine Resolution, die den 15. März zum Internationalen Tag gegen Islamophobie erklärte.
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