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Einladung von Merz an Netanjahu löst wütende Reaktionen aus
Die Einladung des Vorsitzenden der Christdemokraten und deutschen Wahlsiegers Friedrich Merz an den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zu einem Besuch in Israel hat wütende Reaktionen ausgelöst.
Am Montag kündigte Meretz an, er wolle den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zu einem Besuch nach Berlin einladen, nachdem dieser das Amt der deutschen Bundeskanzlerin von Olaf Scholz übernommen habe, und zwar trotz eines Haftbefehls des Internationalen Strafgerichtshofs gegen Netanjahu.
Zu der Einladung erklärte Amnesty International in einem Beitrag auf der Plattform X: „Kein guter Start als künftiger Bundeskanzler. Am Abend der Bundestagswahl lud Friedrich Merz Benjamin Netanjahu zu einem Besuch in Deutschland ein, gegen den der Internationale Strafgerichtshof einen Haftbefehl erlassen hat. Dies ist eine Einladung zum offenen Rechtsbruch.“
„Selbstverständlich muss Deutschland auch den internationalen Haftbefehl gegen den israelischen Ministerpräsidenten vollstrecken und die neue Bundesregierung muss das Völkerrecht und die Menschenrechtsinstitutionen respektieren, um eine Außenpolitik ohne Doppelmoral zu verfolgen“, fügte sie hinzu.
Der Vorsitzende der Linkspartei, Jan van Aken, erklärte seinerseits, Netanjahu müsse im Einklang mit den Anforderungen des Völkerrechts festgenommen werden, sollte er nach Deutschland kommen.
Auch in den sozialen Medien löste Meretz‘ Einladung an Netanjahu wütende Reaktionen aus. Dort wurde die Einladung als „Missachtung des Gesetzes“ bezeichnet.
Am 21. November 2024 erließ der Internationale Strafgerichtshof zwei Haftbefehle gegen den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu und den ehemaligen Verteidigungsminister Yoav Galant wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Palästinensern im Gazastreifen.
Die Christliche Union, zu der die Christlich Demokratische Union und ihr Verbündeter, die Christlich Soziale Union, gehören, hat Schätzungen zufolge rund 29 % der Stimmen gewonnen, ein besseres Ergebnis als bei den Wahlen 2021. Im Gegensatz dazu hat die Partei Alternative für Deutschland ihr Ergebnis mehr als verdoppelt und wird voraussichtlich 20 % der Stimmen erhalten.
Die von Scholz geführte Sozialdemokratische Partei fiel auf 16,5 Prozent zurück und erzielte damit ihr schlechtestes Ergebnis seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1949. Die Grünen kamen Schätzungen zufolge auf rund 13 Prozent der Stimmen.
Es wird erwartet, dass Friedrich Merz der nächste Bundeskanzler des Landes wird, wenn es ihm in den kommenden Wochen gelingt, eine Koalitionsregierung zu bilden.
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