Der IWF warnt Südafrika vor steigender Staatsverschuldung und schleppenden Reformen
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die südafrikanische Regierung vor der hohen Staatsverschuldung und dem langsamen Tempo der Strukturreformen gewarnt, die das Wirtschaftswachstum des Landes weiterhin hemmen. Diese Warnung erfolgte nach Konsultationen zwischen dem IWF-Exekutivrat und südafrikanischen Behörden im Vorfeld der Verabschiedung des Haushaltsplans 2026.
Laut lokalen Medien begrüßte die internationale Finanzinstitution die nach der Pandemie beobachtete Erholung, die sich durch eine Beschleunigung der Wirtschaftstätigkeit, insbesondere im Jahr 2025, mit einem BIP-Wachstum von 1,3 % auszeichnet. Die Inflation blieb mit durchschnittlich rund 3,2 % moderat und lag damit im Rahmen des Zielwerts von unter 3 %.
Diese Dynamik wurde jedoch durch globale Schocks und interne Herausforderungen in einem Kontext zunehmenden Protektionismus und Unsicherheit hinsichtlich der internationalen Handelspolitik geschwächt.
Der IWF hob die Widerstandsfähigkeit der südafrikanischen Wirtschaft hervor, die auf bedeutenden natürlichen Ressourcen, unabhängigen Institutionen und einem soliden geldpolitischen Rahmen beruht. Die Leistungsbilanz bleibt trotz erhöhter US-Zölle stabil, und der Bankensektor zeigt sich robust.
Der Wirtschaftsausblick prognostiziert ein Wachstum von 1,4 % im Jahr 2026 und 1,8 % mittelfristig. Dennoch wird erwartet, dass die Staatsverschuldung, die Ende März 2025 77 % des BIP erreichte, entgegen den erklärten Zielen des Finanzministeriums weiter steigen wird. Das Haushaltsdefizit ist zwar leicht gesunken, bleibt aber hoch und schürt die Sorge um die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen.
Der IWF ist der Ansicht, dass das langsame Reformtempo strukturelle Hindernisse verfestigt hat, die das Wachstum hemmen und die Aussichten auf neue Arbeitsplätze verringern. Die Institution fordert besser koordinierte Maßnahmen, um die fiskalische Tragfähigkeit zu erhalten, eine niedrige und stabile Inflation zu gewährleisten, die Finanzstabilität zu garantieren und ein stärkeres und inklusiveres Wachstum anzuregen.
Er empfiehlt insbesondere die Umsetzung eines glaubwürdigen, sozialverträglichen und wachstumsfreundlichen Haushaltsanpassungsprogramms, das die Staatsverschuldung stabilisiert und anschließend reduziert, während gleichzeitig prioritäre Ausgaben und gefährdete Bevölkerungsgruppen geschützt werden. Die Verbesserung der Effizienz und Gerechtigkeit der öffentlichen Ausgaben sowie die Stärkung der Mobilisierung inländischer Ressourcen zählen ebenfalls zu den Prioritäten des Fonds.
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