ILO-Generaldirektor lobt Marokkos Engagement im Kampf gegen Kinderarbeit
Der Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), Gilbert Houngbo, lobte am Mittwoch in Marrakesch Marokkos Führungsrolle und sein anhaltendes Engagement im Kampf gegen Kinderarbeit. Er sprach anlässlich der Eröffnung der Sechsten Weltkonferenz zur Beseitigung der Kinderarbeit, die unter der Schirmherrschaft Seiner Majestät König Mohammed VI. stattfand.
In seiner Rede hob Houngbo die enge Partnerschaft zwischen dem Königreich Marokko und der ILO sowie mit allen Organisationen des Systems der Vereinten Nationen hervor. Er betonte die Notwendigkeit eines gemeinsamen Engagements, um dieses Phänomen zu bekämpfen, das nach wie vor eine globale Herausforderung darstellt und eine koordinierte internationale Antwort erfordert. Er wies darauf hin, dass verschiedene UN-Organisationen durch Bildungsprogramme, Schulspeisungsinitiativen und Mechanismen des sozialen Schutzes zusammenarbeiten, um die Länder bei ihren Bemühungen zu unterstützen.
„Wir können die Fortschritte beschleunigen, indem wir zusammenarbeiten – Regierungen, internationale Organisationen, Arbeitnehmer, Arbeitgeber und die Zivilgesellschaft“, erklärte der UN-Vertreter. Er hob die seit 2020 weltweit erzielten „sehr ermutigenden“ Fortschritte hervor, betonte aber gleichzeitig, dass diese zur Erreichung der gesteckten Ziele nicht ausreichen. Laut seinen Angaben ist die Zahl der Kinderarbeiter seit 2020 um etwa ein Drittel gesunken, und die Zahl gefährlicher Arbeiten hat deutlich abgenommen. Er bekräftigte jedoch, dass die internationale Gemeinschaft noch weit davon entfernt sei, das Ziel 8.7 für nachhaltige Entwicklung zu erreichen, welches die Abschaffung der Kinderarbeit zum Ziel hat.
Herr Houngbo hob hervor, dass Kinderarbeit die Produktivität mindert, das Wirtschaftswachstum hemmt, soziale Ungleichheiten verschärft und Gesellschaften ihres Humankapitals beraubt. Um diese Geißel wirksam zu bekämpfen, betonte er die Bedeutung von Prävention, Investitionen in eine allgemeine, kostenlose und qualitativ hochwertige Grundbildung sowie die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Lehrkräften. Er forderte außerdem die Stärkung der Infrastruktur, der sozialen Sicherungssysteme und des Zugangs zu menschenwürdiger Arbeit, um sicherzustellen, dass Kinder, insbesondere Mädchen, die Schule besuchen können.
Der Generaldirektor der ILO warnte zudem vor den Auswirkungen des Klimawandels, der die Verwundbarkeit der Bevölkerung verschärft, die Lebensgrundlagen schwächt und das Risiko von Kinderarbeit erhöht. Er betonte die entscheidende Rolle von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen bei der Entwicklung und Umsetzung wirksamer politischer Maßnahmen.
Zum Thema des digitalen Wandels erklärte Herr Houngbo, dieser biete zwar Chancen für Überwachung und Prävention, berge aber auch neue Ausbeutungsrisiken. Er plädierte dafür, Technologien so zu gestalten und zu regulieren, dass die Rechte von Kindern geachtet werden.
Die sechste Weltkonferenz, die noch bis zum 13. Februar stattfindet, dient der Bewertung der seit der fünften Konferenz 2022 in Durban erzielten Fortschritte und der verbleibenden Herausforderungen. Sie zielt darauf ab, den Erfahrungsaustausch, die internationale Zusammenarbeit und die politische Kohärenz auf nationaler, regionaler und globaler Ebene zu stärken. Die vom Ministerium für wirtschaftliche Inklusion, Kleinunternehmen, Beschäftigung und Qualifikationen in Partnerschaft mit der ILO organisierte Veranstaltung hebt die Zusammenhänge zwischen der Abschaffung von Kinderarbeit und anderen grundlegenden Prinzipien und Rechten am Arbeitsplatz hervor und ermutigt zu neuen Verpflichtungen, insbesondere im Rahmen der Globalen Allianz für soziale Gerechtigkeit.
-
15:27
-
15:01
-
14:04
-
13:54
-
13:40
-
13:29
-
13:22
-
13:04
-
13:01
-
12:56
-
12:53
-
12:50
-
11:20
-
11:11
-
11:07
-
10:59
-
10:56
-
10:44
-
10:40
-
10:28
-
10:18
-
10:13
-
10:02
-
09:52
-
09:38
-
09:33
-
09:27
-
09:05
-
08:51
-
08:44
-
08:33
-
08:28
-
08:10
-
08:02