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Marokko festigt seine Position in den globalen Lieferketten der Luft- und Raumfahrt
Marokko etabliert sich zunehmend als wichtiger Knotenpunkt der Luft- und Raumfahrtindustrie, zieht große ausländische Investitionen an und stärkt seine Partnerschaften mit führenden Akteuren der Branche.
Im Jahr 2024 erreichten die marokkanischen Exporte in diesem Sektor 26,4 Milliarden Dirham (ca. 3 Milliarden US-Dollar), ein Plus von 14,9 % gegenüber dem Vorjahr. Allein die Montageaktivitäten wuchsen um 23,6 %. Diese Entwicklung bestätigt die Widerstandsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Königreichs, das trotz der anhaltenden Turbulenzen auf dem globalen Luftfahrtmarkt seit der Pandemie seine Wachstumsdynamik aufrechterhalten konnte.
Während die globale Industrie immer noch mit den Auswirkungen eines historischen Rückgangs des Passagieraufkommens um 60 % im Jahr 2020 zu kämpfen hat, hat Marokko seine Rolle als einfacher Billiglieferant erfolgreich hinter sich gelassen. Das Land entwickelt sich nun zu einem gehobenen Markt und entwickelt Kompetenzen in den Bereichen hochwertiges Engineering, Montage und Wartung.
Mehr als 96 % der Investitionen stammen aus dem Ausland, angezogen von Marokkos geografischer Nähe zu Europa und seinen qualifizierten Arbeitskräften. Das Königreich verfügt mittlerweile über mehr als 140 Luftfahrtunternehmen mit einer lokalen Integrationsrate von über 40 %, was die wachsende Macht inländischer Zulieferer verdeutlicht.
Spezialisierte Industriegebiete wie der Aeropole in Casablanca und die Plattform Midparc bei Rabat haben sich zu wichtigen Anziehungspunkten entwickelt. Der Sektor beschäftigt mittlerweile mehr als 16.700 Menschen, fast 2 % der Industriebelegschaft des Landes. Institutionen wie das Institut für Luftfahrtberufe (IMA) und der marokkanische Verband der Luft- und Raumfahrtindustrie (GIMAS) spielen eine Schlüsselrolle bei der Anpassung der Ausbildung an internationale Standards und der Förderung von Innovationen.
Strategische Partnerschaften mit Branchenriesen festigen diesen Kurs weiter. Airbus unterstützt über seine Tochtergesellschaft Stelia Aerospace mehr als 10.000 Arbeitsplätze in Marokko, während Boeing in Zusammenarbeit mit der Regierung plant, bis 2028 8.700 zusätzliche Stellen zu schaffen und einen wirtschaftlichen Effekt von einer Milliarde Euro zu erzielen. Spirit Aerosystems wiederum produziert Komponenten für den Airbus A220, ein Flugzeug der neuen Generation, das die CO₂-Emissionen um 25 % reduzieren soll.
Neben den wirtschaftlichen Vorteilen stärkt diese Integration Marokkos Rolle in globalen Wertschöpfungsketten und bestätigt seine Position als strategischer Industriepartner im Mittelmeerraum und darüber hinaus.