UN warnt vor rapide Verschlechterung der humanitären Lage im Iran
Die Vereinten Nationen haben Alarm geschlagen angesichts der sich rapide verschlechternden humanitären Lage im Iran. Diese ist eine direkte Folge des eskalierenden Konflikts und der Ausweitung der Militäroperationen auf mehrere Regionen des Landes.
In einer am Montag veröffentlichten Erklärung gab das Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) bekannt, dass sich die Lebensbedingungen der Zivilbevölkerung im Zeitraum vom 17. März bis zum 3. April deutlich verschlechtert haben, da sich die Kämpfe auf immer mehr Provinzen ausbreiteten. Zu den am stärksten betroffenen Gebieten zählen Teheran, Isfahan, Chuzestan, Fars, Markazi, Yazd, Buschehr sowie Ost- und West-Aserbaidschan, Kurdistan, Lorestan, Ilam und Kermanschah.
Nach vorliegenden Daten wurden zwischen dem 28. Februar und dem 30. März mehr als 2.100 Zivilisten getötet und fast 27.900 verletzt. Insgesamt sind rund 3,8 Millionen Menschen direkt von dem andauernden Konflikt betroffen, was das Ausmaß der humanitären Krise verdeutlicht.
Auch die zivile Infrastruktur wurde schwer beschädigt. Laut dem Iranischen Roten Halbmond wurden mindestens 115 Infrastruktureinrichtungen sowie 763 Schulen getroffen. Die Angriffe richteten sich Berichten zufolge gegen Flughäfen, Krankenhäuser, Wohngebiete, Märkte, Industrieanlagen und sogar Kulturdenkmäler und verschärften so die prekäre Lage der Bevölkerung.
Die Vereinten Nationen betonen, dass die Zahl der zivilen Opfer weiterhin alarmierend steigt und fordern implizit eine Deeskalation und einen verbesserten Schutz der Zivilbevölkerung.
Dieser Konflikt, in dem Iran seit dem 28. Februar gegen US-amerikanische und israelische Streitkräfte kämpft, belastet die regionale Stabilität weiterhin schwer und gibt Anlass zu ernster Besorgnis in der internationalen Gemeinschaft.
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