Asien bleibt der Hauptmotor des globalen Wirtschaftswachstums
Der Internationale Währungsfonds (IWF) berichtete, dass das globale Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal 2026 leicht zurückgegangen ist, während Asien weiterhin den größten Beitrag zur weltweiten Expansion leistet.
Das reale globale Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal um 0,7 %, verglichen mit 0,8 % in den ersten drei Monaten des Jahres, so die von der internationalen Finanzinstitution veröffentlichten Zahlen. Das globale Wirtschaftswachstum lag in den letzten sechs Quartalen im Durchschnitt bei 0,8 %.
Die regionale Leistung blieb ungleichmäßig. Europa verzeichnete im zweiten Quartal ein Wachstum von 0,6 %, nachdem es im vorherigen Quartal kein Wachstum gab. Das Wachstum in Asien verlangsamte sich unterdessen auf 0,9 % von 1,3 %, obwohl die Region weiterhin der größte Beitrag zur globalen Expansion blieb.
Nord- und Südamerika hielten eine Wachstumsrate von 0,5 % bei, unverändert gegenüber dem ersten Quartal. Afrika verzeichnete ein stärkeres Wachstum, das auf 1,6 % von 1,3 % anstieg, während das Wachstum in Ozeanien auf 0,5 % von 0,4 % zunahm.
Asien machte im Quartal den größten Anteil am globalen Wachstum aus und trug etwa 0,4 Prozentpunkte bei. Europa, die Amerikas und Afrika trugen jeweils etwa 0,1 Prozentpunkt bei.
Die Zahlen zeigten auch eine Divergenz zwischen fortgeschrittenen und sich entwickelnden Volkswirtschaften. Das Wachstum in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften beschleunigte sich im zweiten Quartal auf 0,5 %, verglichen mit 0,4 % im ersten Quartal. Im Gegensatz dazu verlangsamte sich das Wachstum in den sich entwickelnden Volkswirtschaften auf 0,9 % von 1,1 %.
Infolgedessen erhöhten die fortgeschrittenen Volkswirtschaften ihren Beitrag zum globalen Wachstum auf etwa 0,2 Prozentpunkte, von 0,1 Prozentpunkt im ersten Quartal. Der Beitrag der sich entwickelnden Volkswirtschaften sank auf 0,5 Prozentpunkte von 0,7 Prozentpunkten.
Die neuesten Daten heben das ungleiche Tempo der globalen Erholung hervor, wobei Asien trotz einer Mäßigung seiner Wachstumsrate eine zentrale Rolle bei der gesamten wirtschaftlichen Expansion behält. Gleichzeitig half eine stärkere Aktivität in Afrika und Europa, einen Teil des Rückgangs in mehreren anderen Regionen auszugleichen.
Die IWF-Zahlen deuten auf eine globale Wirtschaft hin, die weiterhin wächst, jedoch mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten in den Regionen und Einkommensgruppen. Die Entwicklung des Wachstums in den kommenden Quartalen wird davon abhängen, wie sich diese regionalen Trends entwickeln und wie fortgeschrittene und sich entwickelnde Volkswirtschaften auf die sich ändernden globalen wirtschaftlichen Bedingungen reagieren.
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