Belgien: Eierrückrufe nach 306 Fällen von Salmonellose
Die belgischen Gesundheitsbehörden haben einen Zusammenhang zwischen Eiern aus einer Zucht in Geel und 306 Fällen von Salmonellose im Land bestätigt. Mehrere Rückrufe wurden ausgelöst, während Belgien mehrere europäische Länder über ein potenzielles Kontaminationsrisiko informiert hat.
Eine Gesundheitswarnung gewinnt in Belgien an Bedeutung, nachdem Hunderte von Fällen von Salmonellose bestätigt wurden, die mit Eiern aus demselben Betrieb in Verbindung stehen. Die belgische Föderale Agentur für Lebensmittelsicherheit (AFSCA) gibt an, dass 306 Personen kontaminiert wurden, nachdem sie Produkte aus der Zucht Laerco BV, die sich in Geel bei Antwerpen befindet, konsumiert hatten.
Angesichts des Risikos wurden die betroffenen Eier aus dem Verkauf genommen und Rückrufe durchgeführt. Verbraucher, die diese noch besitzen, werden aufgefordert, sie nicht zu konsumieren und können sie in ihrem Verkaufsort zurückgeben, um eine Rückerstattung zu erhalten.
Zwei Rückrufe nach dem Entdecken von Salmonellen
Die erste Meldung stammt von Ende April. Analysen hatten damals die Anwesenheit von Salmonellen in einem der vier Hühnerställe des Betriebs ergeben.
Neue Proben ermöglichten es dann, eine Kontamination in einem zweiten Gebäude zu identifizieren. Diese Entdeckung führte dazu, dass die AFSCA die Rückrufmaßnahmen auf den gesamten Betrieb Laerco BV ausweitete.
Zwei Rückrufe wurden in Belgien am 11. Mai und 10. August angekündigt. Die betroffenen Produkte wurden unter anderem von mehreren großen Einzelhändlern verkauft, darunter Colruyt, Carrefour und Delhaize.
Mehrere europäische Länder alarmiert
Bislang betreffen die erwähnten Rückrufe Belgien und Luxemburg. Angesichts des möglichen Verkehrs von Lebensmitteln zwischen europäischen Ländern hat die AFSCA auch die zuständigen Behörden in Frankreich, den Niederlanden, Italien und Portugal gewarnt.
Dieser Schritt soll überprüfen, ob Eier aus dem Betrieb möglicherweise auf anderen Märkten verteilt wurden, und gegebenenfalls die Rückrufmaßnahmen auszuweiten.
Die betroffenen Eier dürfen nicht mehr konsumiert werden
Die Behörden empfehlen Verbrauchern, die noch Eier aus dem betroffenen Betrieb haben, diese nicht zu essen. Die Rückgabe der Produkte im Geschäft bleibt möglich, um eine Rückerstattung zu erhalten.
Die Situation unterliegt nun einer verstärkten Überwachung durch die Gesundheitsbehörden, während die Ermittlungen fortgesetzt werden, um das genaue Ausmaß der Kontamination und die betroffenen Vertriebswege zu bestimmen.
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