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Bericht: Reichstes 1 Prozent besitzt 63 Prozent des neuen weltweiten Vermögens
Ein Bericht der Organisation Oxfam zeigt, dass inmitten einer Reihe aufeinanderfolgender Wirtschaftskrisen der Reichtum von Milliardären in nie dagewesenem Ausmaß zunimmt, während sich die wirtschaftliche Kluft zwischen Arm und Reich in besorgniserregender Weise vergrößert. Der in Verbindung mit dem Weltwirtschaftsforum in Davos veröffentlichte Bericht weist auf eine zunehmende Konzentration des weltweiten Reichtums in den Händen einiger weniger hin und weckt damit Zweifel an der wirtschaftlichen Gerechtigkeit und der sozialen Stabilität.
Laut dem Bericht mit dem Titel „Die Kunst des mühelosen Reichtums“ ist die Zahl der Milliardäre in den letzten Jahren gestiegen, wobei sich ihr Vermögen seit 2020 in Rekordgeschwindigkeit verdoppelt hat. Es wird darauf hingewiesen, dass die reichsten 1 % fast 63 % der neu Seit der Covid-19-Pandemie haben die USA und andere Länder Wohlstand geschaffen, während die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung nur einen winzigen Bruchteil dieses Wohlstands erlangte.
Laut Oxfam werden die Vermögen der Milliardäre bis 2024 zwei Billionen Dollar erreichen, das Dreifache des Vorjahres. Im Gegensatz dazu ist bei der Zahl der in Armut lebenden Menschen seit 1990 keine nennenswerte Verbesserung zu verzeichnen.
Der Bericht hebt auch hervor, dass Milliardäre – entgegen der landläufigen Meinung – ihr Vermögen nicht unbedingt durch harte Arbeit angehäuft haben. Tatsächlich stammen 60 Prozent ihres Vermögens aus Erbschaften, Monopolen oder kommerziellen Absprachen. Oxfam diskutiert auch den Begriff des „unverdienten“ Reichtums und weist darauf hin, dass der Kolonialismus keineswegs ein Phänomen der Vergangenheit ist, sondern weiterhin unverhohlen die bestehenden Ungleichheiten befeuert.
Gleichzeitig ist die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben, gestiegen. Aufgrund der Inflation und der steigenden Lebenshaltungskosten sind die Realeinkommen vieler Familien gesunken.
Der Bericht hebt hervor, dass diese Ungleichheit bei der Vermögensverteilung zu einer Schwächung sozialer Dienste wie Bildung und Gesundheit führt und die Jugendarbeitslosigkeit erhöht. Dies gefährdet die soziale und wirtschaftliche Stabilität langfristig.
Das Dokument hebt außerdem hervor, dass unfaire Steuersysteme zur Vergrößerung der Kluft zwischen Arm und Reich beitragen. Diese Systeme ermöglichen es den Reichen, durch die Nutzung von Steueroasen Steuern zu vermeiden, während der Durchschnittsbürger eine immer höhere Steuerlast trägt.
Oxfam ruft die Regierungen dazu auf, dringend Maßnahmen zur Verringerung der Ungleichheit zu ergreifen. Dazu gehört auch, dafür zu sorgen, dass das Einkommen der reichsten 10 Prozent das der ärmsten 40 Prozent sowohl auf lokaler als auch auf internationaler Ebene nicht übersteigt. Die Organisation betont außerdem, dass die Reichen stärker besteuert werden müssten, Steueroasen müssten geschlossen werden, Erbschaftssteuern müssten eingeführt werden und der Vermögenstransfer aus den Ländern des Südens in die des Nordens müsse beendet werden.
Dieser Oxfam-Bericht stellt einen dringenden Aufruf zum Handeln dar, um die wachsende Ungleichheit zu bekämpfen, die die globale Stabilität bedroht.
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