Kaja Kallas verspricht das größte EU-Sanktionspaket gegen Russland
Die Außenpolitikchefin der Europäischen Union, Kaja Kallas, hat Pläne angekündigt, was sie als das größte Sanktionspaket des Blocks gegen Russland seit Beginn des Krieges in der Ukraine bezeichnet.
In einem Interview mit der deutschen Zeitung Welt sagte Kallas, dass sie beabsichtigt, die neuen Maßnahmen im Herbst vorzulegen. Wenn sie von den EU-Mitgliedstaaten genehmigt werden, könnte die vorgeschlagene Sanktionsliste etwa 30 % größer sein als die bisherigen Pakete.
Die Ankündigung erfolgt kurz nachdem die Europäische Union am 23. Juli ihr 21. Sanktionspaket angenommen hat. Die neuesten Maßnahmen umfassten zusätzliche Beschränkungen für russische Finanzinstitute, Maßnahmen gegen Schiffe, die an der Beförderung von russischem Öl beteiligt sind, und eine Erweiterung des bestehenden Mechanismus zur Ölpremiumbegrenzung.
Die europäische Sanktionspolitik konzentriert sich darauf, Russlands Fähigkeit zur Finanzierung seiner militärischen Aktivitäten zu begrenzen, während Druck auf Sektoren ausgeübt wird, die als strategisch wichtig für die russische Wirtschaft gelten. Frühere Maßnahmen zielten auf Banken, Energie, Technologie, Handel sowie auf Einzelpersonen und Organisationen ab, die mit dem russischen Staat verbunden sind.
Kallas' neuester Vorschlag deutet darauf hin, dass die EU beabsichtigt, den wirtschaftlichen Druck auf Moskau aufrechtzuerhalten und möglicherweise zu intensivieren, trotz der Herausforderungen, einen Konsens unter den Mitgliedstaaten des Blocks zu sichern.
Ein neues Paket müsste von den EU-Regierungen genehmigt werden, bevor es in Kraft treten kann. Der endgültige Umfang und die betroffenen Sektoren oder Einrichtungen hängen daher von den Verhandlungen zwischen den Mitgliedstaaten und den europäischen Institutionen ab.
Die geplante Initiative kommt, während europäische Regierungen weiterhin darüber debattieren, wie sie die Ukraine am besten unterstützen und den Druck auf Russland erhöhen können, während sie die wirtschaftlichen Folgen prolongierter Sanktionen managen.
Wenn sie angenommen werden, würden die neuen Maßnahmen einen weiteren bedeutenden Schritt in der fortlaufenden Sanktionsstrategie der EU darstellen und könnten Russlands Zugang zu internationalen Märkten, Finanzdienstleistungen und strategischen Technologien weiter einschränken.
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