Pharmazeutische Opioide: Die größte drogenbedingte Bedrohung in Afrika
Der Jahresbericht 2025 des Internationalen Suchtstoffkontrollrats (INCB) warnt vor dem alarmierenden Anstieg des Handels mit pharmazeutischen Opioiden in Afrika, der mittlerweile als größte Drogenproblematik des Kontinents gilt. Laut einer Erklärung der Vereinten Nationen erweitert sich das Angebot an Substanzen stetig, und der Konsum steigt.
Der Bericht hebt hervor, dass Kokainhändler zunehmend Afrika ins Visier nehmen und die gestiegene globale Produktion nutzen, um ihre Märkte nach Asien und auf den gesamten Kontinent auszudehnen. Die größte Sorge bleibt jedoch der Handel mit pharmazeutischen Opioiden, einschließlich minderwertiger Produkte, der die Gesundheitsrisiken weiter erhöht.
In Nordamerika deuten die Daten auf einen Rückgang der Todesfälle durch Überdosen synthetischer Drogen hin: 17 % in Kanada und 27 % in den Vereinigten Staaten. Die Autoren des Berichts halten es dennoch für verfrüht, daraus auf einen dauerhaften Trend zu schließen. In Südamerika wird der Kokainmarkt als das am schnellsten wachsende Segment des illegalen Drogenhandels beschrieben, angetrieben durch eine gesteigerte Produktion und die Expansion in neue internationale Märkte.
In Ost- und Südostasien stellt Methamphetamin weiterhin die größte Bedrohung unter den synthetischen Drogen dar, wobei die Beschlagnahmungen Rekordwerte erreichen. Südasien ist nach wie vor der weltweit größte Opioidmarkt und beherbergt fast ein Drittel der geschätzten globalen Konsumenten.
Der Anbau von Schlafmohn in Afghanistan befindet sich weiterhin auf einem historischen Tiefstand; für 2025 werden rund 10.200 Hektar erwartet. Gleichzeitig hat der Kokainhandel nach West- und Mitteleuropa in den letzten Jahren deutlich zugenommen, was sich in den gestiegenen Beschlagnahmungsmengen widerspiegelt.
In Ozeanien erreicht der Drogenhandel über die pazifischen Inselstaaten ein beispielloses Ausmaß, während Drogenkonsum weiterhin ein gravierendes Problem für die öffentliche Gesundheit darstellt, insbesondere in Fidschi, Papua-Neuguinea und Tonga.
Die Vorsitzende des Internationalen Suchtstoffkontrollrats, Sevil Atasoy, bekräftigte, dass der Schutz der öffentlichen Gesundheit vor illegalen Drogen eine gemeinsame Verantwortung sei. Sie betonte die Notwendigkeit eines stärkeren Engagements der Staaten und einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit, um diese globalen Herausforderungen wirksam zu bewältigen.
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