Die Todesopfer der Erdrutschkatastrophe im Nepal steigen auf 1.056
Die Zahl der Todesopfer einer verheerenden Naturkatastrophe im Norden Nepals ist auf 1.056 gestiegen, so die von der nepalesischen Polizei veröffentlichten Zahlen, die von dem chinesischen Staatsfernsehen CCTV berichtet wurden.
Die Behörden gaben an, dass die letzte Zählung um 14 Uhr Ortszeit am 1. September aufgezeichnet wurde, während die Such- und Rettungsaktionen in den von massiven Überschwemmungen, Schlamm und Trümmern betroffenen Gebieten fortgesetzt wurden.
Berichten zufolge wurden bisher mehr als 4.000 Menschen gerettet, während etwa 4.500 weitere vermisst werden. Unter den als vermisst aufgeführten Personen befinden sich 471 ausländische Staatsangehörige, was die internationale Dimension der Katastrophe und die Schwierigkeiten der Rettungsteams in stark betroffenen Gebieten verdeutlicht.
Die Katastrophe ereignete sich am 26. August im Norden Nepals, nachdem eine große Menge Wasser, Schlamm und Gestein durch die Region gefegt war. Erste Bewertungen deuten darauf hin, dass die Überschwemmungen möglicherweise durch ein Gletscherereignis in der Nähe der Grenze zu China, etwa 20 Kilometer nordöstlich des Grenzübergangs Rasuwagadhi, ausgelöst wurden.
Der resultierende Strom soll mehr als 70 Kilometer entlang des Flusssystems geflossen sein und riesige Mengen Sediment und Trümmer mit sich geführt haben. Nahegelegene Siedlungen waren stark betroffen, wobei Gebäude und Infrastruktur beschädigt oder zerstört wurden und große Flächen mit Schlamm bedeckt waren.
Rettungsteams arbeiten daran, Überlebende zu finden und das Schicksal von Tausenden von Menschen zu klären, die weiterhin als vermisst gelten. Das schwierige Gelände, die beschädigte Infrastruktur und das Ausmaß des betroffenen Gebiets haben die Bemühungen, einige Gemeinschaften zu erreichen, kompliziert.
Russland hat die Situation ebenfalls überwacht, da eine Anzahl russischer Staatsangehöriger in der betroffenen Region vermutet wird. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Zakharova, sagte, dass 10 russische Staatsbürger evakuiert worden seien, während die Bemühungen zur Auffindung weiterer 12 fortgesetzt würden.
Die Katastrophe hat erneute Bedenken hinsichtlich der Verwundbarkeit der Himalaya-Gemeinschaften gegenüber plötzlichen Überschwemmungen, Erdrutschen und anderen Gefahren, die mit der gebirgigen Umgebung der Region verbunden sind, aufgeworfen. Die Himalayas sind besonders empfindlich gegenüber Veränderungen von Gletschern, Schneedecke und extremen Wetterbedingungen, die zu plötzlichen und zerstörerischen Überschwemmungen beitragen können.
Die Behörden werden voraussichtlich die Suchaktionen fortsetzen, während sie die Schäden an Straßen, Siedlungen und anderer kritischer Infrastruktur bewerten. Die große Anzahl vermisster Personen bedeutet, dass sich die endgültige Zahl der Opfer ändern könnte, während die Rettungsteams Zugang zu isolierten Gebieten erhalten und die Behörden die Opfer identifizieren.
Die Tragödie verdeutlicht die Herausforderungen, mit denen Nepal bei der Reaktion auf groß angelegte Naturkatastrophen in abgelegenen Gebirgen konfrontiert ist, wo das schwierige Gelände und der begrenzte Zugang die Notfallmaßnahmen erheblich verlangsamen können.
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