Die UN warnt, dass der Klimawandel die Volkswirtschaften weltweit unter Druck setzt
Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Klimawandels nehmen in den Ländern jedes Jahr zu, ohne dass eine Nation vollständig vor den Auswirkungen eines sich erwärmenden Planeten geschützt ist, so Simon Stiell, Exekutivsekretär der UN-Rahmenkonvention über den Klimawandel.
Bei einer Sitzung über die Zukunft der Governance von künstlicher Intelligenz während des Östlichen Wirtschaftforums in Wladiwostok betonte Stiell, dass klimabedingte Risiken die Volkswirtschaften und Bevölkerungen weltweit, einschließlich Russland, betreffen.
Extreme Hitze, schmelzender Permafrost, Überschwemmungen, Waldbrände und zunehmend zerstörerische Stürme schaffen wachsende Herausforderungen für Regierungen, Unternehmen und Haushalte. Über die unmittelbaren Schäden, die durch extremes Wetter verursacht werden, können solche Ereignisse die Produktion stören, die Infrastruktur beschädigen, die Versicherungskosten erhöhen und die Preise für essentielle Waren und Dienstleistungen in die Höhe treiben.
Stiell verband die sich verschärfenden Klimaauswirkungen mit der weiterhin großflächigen Nutzung von Kohle, Öl und Gas, die Treibhausgase freisetzen, die Wärme in der Atmosphäre festhalten. Er wies auch auf Abholzung und Schäden an den Weltmeeren als Faktoren hin, die zur umfassenderen Umweltkrise beitragen.
Die wachsenden wirtschaftlichen Kosten des Klimawandels haben Klimaschutzmaßnahmen zu einem zunehmend wichtigen Thema für Regierungen und Unternehmen gemacht. Investitionen in sauberere Energie, widerstandsfähige Infrastruktur und Technologien zur Emissionsreduzierung werden zunehmend nicht nur als Umweltmaßnahmen, sondern auch als Werkzeuge zum Schutz der Volkswirtschaften vor zukünftigen Schocks betrachtet.
Stiell betonte, dass internationale Zusammenarbeit weiterhin entscheidend ist, um die Herausforderung zu bewältigen. Russland, so bemerkte er, nimmt weiterhin an der globalen Klimakooperation im Rahmen der Vereinten Nationen teil, einschließlich der jährlichen Klimakonferenzen der UN.
Laut Stiell könnte die aktive Teilnahme an internationalen Klimainitiativen auch Russlands wirtschaftlichen und sozialen Interessen dienen. Der Übergang zu einer kohlenstoffärmeren Wirtschaft schafft neue Chancen in Bereichen wie saubere Energie, technologische Innovation und Energieeffizienz.
Da klimabedingte Störungen häufiger und kostspieliger werden, stehen Regierungen unter wachsendem Druck, unmittelbare wirtschaftliche Prioritäten mit langfristigen Maßnahmen zur Emissionsreduzierung und Stärkung der Resilienz in Einklang zu bringen. Internationale Koordination, Investitionen und technologische Entwicklungen werden voraussichtlich zentral für die Bemühungen zur Begrenzung der wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels bleiben.
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