Marokko-EAWU: Fokus auf eine verstärkte Wirtschafts- und Handelspartnerschaft
Marokko und die Eurasische Wirtschaftskommission (EAWU) bekräftigten am Montag in Moskau ihr Engagement für eine engere wirtschaftliche und handelspolitische Zusammenarbeit. An dem Treffen nahmen der EAWU-Minister für Integration und Makroökonomie, Daniyar Imanaliev, und der marokkanische Botschafter in Russland, Lotfi Bouchaara, teil.
Das Treffen bot Gelegenheit, die Perspektiven für die Entwicklung der Beziehungen zwischen der EAWU und dem Königreich sowie Möglichkeiten zur Vertiefung des Wirtschaftsaustauschs zwischen Rabat und den Mitgliedstaaten der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) zu erörtern.
Herr Imanaliev erklärte, Marokko wolle ein verlässlicher Partner für diese regionale Wirtschaftsintegrationsorganisation werden, der unter anderem Russland, Belarus, Kasachstan, Kirgisistan und Armenien angehören.
„Die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) und Marokko bergen erhebliches Potenzial“, erklärte der eurasische Vertreter laut einer Pressemitteilung der EAWU und merkte an, dass das Handelsvolumen zwischen den EAWU-Ländern und Marokko eine positive Entwicklung verzeichne.
„Bis 2025 wird dieser Handel um 17 % auf über 2 Milliarden US-Dollar steigen“, führte er weiter aus.
Herr Imanaliev betonte zudem die Bedeutung des zwischen der EAWU und Marokko geschlossenen Kooperationsmemorandums und bezeichnete dieses Instrument als solide Grundlage für die Vertiefung des Dialogs über ein breites Spektrum wirtschaftlicher und regulatorischer Fragen.
Herr Bouchaara hob seinerseits die vielversprechenden Perspektiven für die Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Marokko und der EAWU hervor und betonte die Möglichkeiten für die Mitgliedsländer, ihre Präsenz auf den afrikanischen Märkten zu stärken, indem sie die Stärken des Königreichs als Wirtschafts- und Handelsplattform für den Kontinent nutzen.
Herr Imanaliev und Herr Bouchaara betonten die Bedeutung einer verstärkten sektoralen Zusammenarbeit in Bereichen von gemeinsamem Interesse und erklärten sich bereit, Fachkonsultationen zu organisieren, um den Informationsaustausch zu verbessern und das Bewusstsein der marokkanischen Wirtschaft sowie der Mitgliedstaaten der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) für Partnerschaftsmöglichkeiten zu schärfen.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen außerdem Mechanismen zur Förderung einer stärkeren Einbindung des Privatsektors in die Entwicklung der bilateralen und regionalen Wirtschaftsbeziehungen.
Das am 28. September 2017 in Rabat unterzeichnete Kooperationsmemorandum zwischen der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) und Marokko zielt darauf ab, die Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Parteien zu stärken, insbesondere durch einen verstärkten und diversifizierten Handel sowie einen erleichterten gegenseitigen Marktzugang.
Das Königreich profitiert zudem von Zollvorteilen im Rahmen des Präferenzhandelsabkommens der EAWU. Dieses System ermöglicht reduzierte oder sogar zollfreie Einfuhren bestimmter marokkanischer Produkte in den EAWU-Markt und trägt so zur Förderung von Handel und Investitionen zwischen den beiden Partnern bei.
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